Schwangerschaft

Was tun gegen Schwangerschaftsstreifen? – Tipps & Methoden




Wahrscheinlich bin ich nicht die einzige Frau, bei der nach dem positiven Schwangerschaftstest ziemlich schnell die Gedanken daran folgten, wie mein Bauch wohl danach aussehen würde. Denn in den folgenden 9 Monaten wurde die Haut an meinem Bauch um ein Vielfaches gedehnt und erweitert. Bei vielen Frauen bilden sich dadurch kleine Risse in der Haut, die sogenannten Schwangerschaftsstreifen. Ich hatte großes Glück und mein Bauch sieht heute fast wieder aus wie vor der Schwangerschaft. Doch was kann man eigentlich tun gegen Schwangerschaftsstreifen? Kann man sie gänzlich verhindern oder behandeln?

Wie Schwangerschaftsstreifen entstehen

Bei normalem Wachstum, wie zum Beispiel in der Kindheit oder bei ganz allmählicher Gewichtszunahme, wächst auch die Haut mit. Das heißt, sie bildet neue Zellen, sodass sich die Oberfläche erweitert und eine größere Fläche abdecken kann. Dazu müssen Hautzellen in den verschiedenen Schichten gebildet werden. Wenn nun ein Mensch sehr schnell wächst, wie z.B. manch ein der Pubertät, sehr schnell an Gewicht zunimmt – oder eben schwanger ist, geht das für die Haut zu manchmal zu schnell.

Das Gewebe der sogenannten Unterhaut (auch Dermis oder Lederhaut genannt) kann sich nicht schnell genug vergrößern und es bilden sich Risse. Diese Risse nennt man Dehnungsstreifen oder Schwangerschaftsstreifen.

Diese sind anfangs rosa bis rot, später vernarben sie und sind weiterhin als helle Streifen auf der Haut zu sehen. Vor allem auf sonnengebräunter Haut sieht man Schwangerschaftsstreifen gut, weil sie langsamer Pigmente einlagern als die nicht vernarbte Haut. Wie alle Narben verschwinden die Streifen in der Regel nicht mehr vollständig, verblassen aber über die Jahre, werden also kleiner bzw. weniger sichtbar. Manche Frauen tragen diese Narben ihrer Schwangerschaft mit Stolz, viele aber stören sich daran und würden gerne die Schwangerschaftsstreifen entfernen lassen.

Schwangerschaftsstreifen entfernen

Dafür gibt es in der Medizin ähnliche Vorgehen wie für alle anderen Narben auch. Richtig und endgültig entfernen lassen sich Narben leider in den seltensten Fällen. Aber bei etwa der Hälfte aller behandelten Frauen zeigt sich eine moderate Verbesserung durch eine dieser drei Behandlungsmethoden:

  1. Needling: Mit ganz feinen Mikronadeln wird die Haut durchstochen in der Hoffnung, dass das die Kollagenbildung anregt. Zusätzlich wird eine spezielle Lotion aufgetragen.
  2. Lasern: Ein Farbstoff-Laser zerstört die feinen Blutgefäße in der Haut und lässt dadurch die Narben verblassen. Verschwinden tun sie leider nicht.
  3. Schönheits-OP: Im Rahmen einer Bauchstraffung können auch Schwangerschaftsstreifen operativ entfernt werden.

Alle Verfahren sind nicht nur zeitaufwändig oder sogar schmerzhaft, sondern, je nach Behandlungslänge auch sehr kostspielig. Eine Garantie, dass sie wirken, oder eine Prognose, wie sehr sich die Narben verbessern, gibt es nicht.

Was aber in jedem Fall während der Schwangerschaft und unmittelbar nach der Geburt hilfreich sein kann, ist cremen bzw. ölen. Indem Du die Haut mit viel Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgst, unterstützt Du sie bei der Heilung, sodass die Schwangerschaftsstreifen vielleicht gar nicht erst so stark zu sehen sind.

Dazu kannst Du während und auch nach der Schwangerschaft ein hochwertiges Schwangerschaftsöl verwenden. Ab der Geburt kannst Du auch spezielle Narbencreme verwenden. Ob diese die Schwangerschaftsstreifen tatsächlich verbessert, ist nicht untersucht. Schaden kann es aber laut Aussage einer Hautärztin sicher nicht.

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Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

Am besten wäre es daher natürlich, man würde die lästigen Dehnungsstreifen gar nicht erst bekommen. Leider haben wir darauf nicht immer Einfluss, denn der erwiesenermaßen ist der Hauptfaktor dafür, ob die Haut reißt, oder nicht, ein genetischer. Das heißt, entweder wir haben ein starkes Bindegewebe, das dann sehr schnell Risse bekommt (weil es ja fest zusammenhält), oder eben nicht.

Unser Bindegewebe lässt übrigens im Laufe unseres Lebens auch auf natürlichem Wege nach. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, dass Dehnungsstreifen entstehen, auch höher, je jünger wir sind. Sprich: Späte Schwangerschaft bedeutet weniger Schwangerschaftsstreifen.

Außerdem hängt es auch von der Größe des Babybauches ab, ob die Haut der Spannung noch standhält oder nicht. Je nach Größe und Lage des Babys ist der Bauch einer Schwangeren nämlich nicht immer gleich groß. Auch die zusätzliche Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, also die Fetteinlagerungen im Bauchgewebe, machen einen Unterschied.

Aber auch unabhängig vom Alter und von Deinen Genen kannst Du zumindest versuchen, Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen. Konkret sollen folgende Maßnahmen helfen:

  • (mehrmals) tägliches Ölen mit Schwangerschaftsöl
  • ausgewogene Ernährung mit ausreichender Vitamin-E Zufuhr
  • ausreichende Flüssigkeitsaufnahme
  • übertriebene Gewichtszunahme in der Schwangerschaft vermeiden
  • ausreichend Bewegung, eventuell Sport in der Schwangerschaft
  • Zupfmassagen und Peelings
  • Wechselduschen
  • Tragen eines Schwangerschaftsgurtes

Auch wenn bisher nicht erwiesen ist, ob diese Maßnahmen tatsächlich einen Unterschied machen, wäre es zumindest möglich, dass diese das sogenannte Zünglein an der Wage sind. Das heißt, dass die Haut in der Schwangerschaft vielleicht doch noch ein paar Tage länger, also bis zur Geburt, durchhält, ohne zu reißen.

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Hi, ich bin Hanna (32), Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau. Seit meiner Schwangerschaft habe ich mir viel Wissen über Schwangerschaft, Muttersein, Familie und Erziehung angeeignet. Dieses Wissen teile ich gern umsonst. Aktuell reise ich mit meiner Familie durch die Welt und führe ein Leben als "Digitale Mom".Hier erfährst Du mehr über mich.

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