Familie

Schlechte Noten in der Grundschule: Wie man als Eltern richtig reagiert und was man tun kann

Junge sitzt frustriert und unglücklich im Kinderzimmer am Schreibtisch vor seinen Hausaufgaben

Die Schulzeit ist für alle Kinder eine aufregende Zeit, die teilweise mit viel Stress einhergehen kann – vor allem dann, wenn es um das Thema “Noten” geht. Denn dann ist starker Druck vorprogrammiert. Für Kinder – aber auch für Eltern. Das Schuljahr ist lang und neben Hausaufgaben, kommen auch Klausuren und Tests hinzu. Am Ende des Jahres kommt die Quittung in Form eines Jahreszeugnisses und es zeigt sich, ob der Fleiß ausreichend war oder nicht.

Stehen schlechte Noten auf dem Zeugnis, so ist die Not meist groß – für die Eltern, aber auch für die Kinder. In einigen Fällen haben die Kinder sogar Angst, nach Hause zu kommen, da sie die Reaktion der Eltern fürchten.

Aber wie genau geht man mit so einer Situation um und wie kann man das Schulnoten-Problem lösen, das uns alle so stark beschäftigt? Welche Fehler kann man machen und welche Maßnahmen helfen wirklich?

Schulnoten und Zeugnisse in der Grundschule

Was bedeuten Noten?

Schulnoten werden gerne als Zeichen von Fleiß, Motivation und Engagement gesehen. Streng genommen sind sie eine Art Belohnung und Rückversicherung. Ein Lob für die Kinder – solange sie gut sind.

Auch Eltern wünschen sich natürlich, dass die Kinder ein gutes oder sogar sehr gutes Zeugnis nach Hause bringen. Denn gute Noten verheißen schulischen Erfolg und damit später bessere Chancen bei der Berufswahl.

Zwar ist der Wille in den ersten Klassen meist da, aber die Realität sieht teils ganz anders aus. Nicht alle Kinder sind in der ersten Klasse und zum selben Zeitpunkt bereit, dasselbe zu lernen und sich dem Druck der Bewertung zu stellen. Schlechte Noten sind dann die Folge und sie fühlen sich für Kinder an, wie eine Bestrafung. Eine Bescheinigung der eigenen Unzulänglichkeit. Stehen schlechte oder „nur“ befriedigende Noten auf dem Zeugnis, brauchen Kinder und auch Eltern erstmal etwas Zeit, um die Lage sacken zu lassen.

Sind es die ersten Noten, so ist die Situation besonders heikel und viele Eltern sind damit vollkommen überfordert. Immerhin entscheidet der Schulerfolg potentiell über den späteren beruflichen Erfolg. Aber auch Misserfolge gehören zum Heranwachsen dazu und Niederlagen zu erleben ebenfalls.

Außerdem sind die Schulnoten nur ein Teil des Gesamtbildes, das das Kind ausmacht. Hilfreich wäre es, wenn Du das Glas halb voll siehst und den Kopf nicht in den Sand steckst. Aus Fehlern lernt man wohl am Besten und das macht die Angelegenheit etwas entspannter.

Damit Du Dir einen besseren Überblick über die Noten machen kannst, möchte ich Dir erst einmal eine überschaubare Auflistung der Noten in der Grundschule präsentieren. So hast du einen perfekten Einblick und kannst schauen, wie sich das Schulsystem und die Noten über die Jahre verändern.

Zeugnis 1. Klasse

Das erste Schuljahr ist noch relativ entspannt, vieles ist heute an die Montessori-Pädagogik angelehnt, in der Kinder sich frei und ohne Druck entwicklen und lernen dürfen. Daher wirst Du auf dem Zeugnis keine Noten finden. Hier wird ausschließlich eine Beurteilung ausgeschrieben, die das gesamte Schuljahr beschreibt und zusammenfasst.

Gleichzeitig erfährst Du den Leistungsstand deines Kindes, wie es sich im sozialen und pädagogischen Bereich entwickelt hat und auch ob Dein Kind eventuell einen Förderbedarf benötigt oder nicht. Fehltage und Verspätungen stehen ebenfalls auf dem Zeugnis.

Zeugnis 2. Klasse

Das Zeugnis der 2. Klasse sieht schon etwas anders aus. Hier werden erstmalig Noten vergeben. Nun kannst Du, anhand von Ziffern, erkennen, wie der Leistungsstand Deines Kindes ist. Des weiteren stehen auch Lern- und Arbeitsverhältnis im Vordergrund, die sehr aussagekräftig sind.

Ein weiterer Punkt, der sich ebenfalls auf dem Zeugnis befindet, ist das soziale Verhalten Deines Kindes. Hier bekommst Du einen guten und Überblick und erfährst auf diesem Wege, wie sich Dein Kind in der Schule verhält.

Zeugnis für 3. und 4. Klasse

Ab der 3. Klasse startet die sogenannte “Übertrittsphase”, die an einer weiterführenden Schule stattfindet. Diese Klassenstufe ist von großer Bedeutung, da die Lehrer intensiv darauf achten, welche Grundlagen Dein Kind besitzt und mitbringt. Der Übergang an einer Mittelschule verläuft fließend.

Abhängig davon, wie sich Dein Kind in der Schule zurecht findet und wie gut seine Leistungen sind, geht der Weg in Richtung Gymnasium oder Realschule. Die Schule bewertet Dein Kind ganz genau und am Ende wird eine Empfehlung ausgeschrieben.

Übertrittszeugnis

Anfang Mai erhalten alle Kinder der Klasse 4 ein Übertrittszeugnis, das folgendes enthält:

  • Schulnoten für alle Schulfächer, die das Kind belegt hat
  • Für die Fächer Deutsch, Mathematik, Sach- und Heimatunterricht wird eine Gesamtdurchschnittsnote vergeben
  • Eine Beurteilung für das Arbeitsverhältnis und dem Lern- und Sozialbereich
  • Eine detaillierte Zusammenfassung und Beurteilung, die den weiteren Bildungsweg festlegt

Ursachen für schlechte Noten

Schlechte Noten und ein mittelmäßiges Zeugnis sind keine schöne Geschichte aber vorkommen kann es immer. Aber wie kommen die schlechten Noten zustande? Es kann unzählige Gründe haben und sinnvoll wäre es, wenn Du hinterfragst, wie es dazu kam.

Neben sinkender Motivation und der bekannten“Kein-Bock-Phase”, können die Ursachen auch in eine andere Richtung gehen. Eine Richtung, die viel tiefgründiger ist, als man denkt und die man auf jeden Fall angehen muss.

Nervosität und Aufregung

Für schlechte Noten gibt es immer einen Grund und der muss geklärt werden. Hier solltest du Feingefühl zeigen und auf Dein Kind eingehen. In dieser Zeit braucht Dein Kind eine vertraute Schulter, an der es sich anlehnen kann. Bei einem innigen Gespräch kann man einiges erfahren, das Licht ins Dunkel bringen kann. Viele Kinder sind selbst mit sich überfordert und es entsteht Nervosität und eine gewisse Grund-Aufregung. Meist passiert das vor einem Diktat oder einem Test. Dein Kind macht sich selbst unglaublichen Druck und dadurch entwickeln sich schlechte Noten.

Beispielsweise entsteht in Mathematik einen Zahlendreher, in Deutsch werden einzelne Wörter vergessen und in Kunst geht die Konzentration verloren – das und vieles mehr hindert Dein Kind daran, gute Noten mit nach Hause zu bringen.

Damit das nicht mehr passieren kann, solltest Du Deinem Kind beistehen und helfen. Autogenes Training und spezielle Übungen können dazu beitragen, dass dein Kind entspannter wird. Manchmal helfen auch Rescue-Tropfen oder Pastillen vor den Tests. Ebenso kannst Du eine Therapie mit Bachblüten oder Schüssler-Salzen versuchen. Auch kannst Du Deinem Kind erklären, dass es keinen Grund dafür gibt, aufgeregt oder nervös zu sein und dass niemand böse ist, wenn die Noten nicht so top sind. Hierdurch bekommt Dein Kind hoffentlich ein besseres Gefühl.

Fehleranfälligkeit

Aber auch die fehlende Konzentration kann Deinem Kind zum Verhängnis werden. Hier schwirren die Gedanken herum und sind nicht da, wo sie sein sollen. Das kannst du besonders daran merken, wenn Dein Kind viel Zeit zum üben braucht. Auch Hausaufgaben werden fehlerhaft bewältigt oder werden teilweise ganz ausgelassen.

Unkonzentriertheit

Merkst du, dass Dein Kind unkonzentriert ist, so kann das ebenfalls einige Gründe haben. Fehleranfälligkeit und Unkonzentriertheit liegen meist nah beieinander. Natürlich kann das auch nur eine Phase sein, die Dein Kind gerade durchlebt, aber in den meisten Fällen spielen Einflüsse von außen eine gravierende Rolle.

Aber woran kann es liegen, dass Dein Kind sich kaum konzentrieren kann und dadurch die Noten leiden? Folgende Tipps kannst du versuchen:

  • Frühzeitiges Zubettgehen
  • Das Spielen am Handy oder Tablet minimieren
  • Mindestens eine Stunde vor dem Schlafen gehen alle technischen Geräte ausstellen oder weglegen (Fernsehen, Smartphone, Tablet oder Spielkonsole)
  • Gemeinsames Lernen und Üben
  • Hausaufgaben zusammen bewältigen
  • Nachhilfeunterricht
  • Bewegung oder Sport an der frischen Luft

Mangelnde (intrinsische) Motivation

Wie schon oben erwähnt, gibt es die bekannte “Kein-Bock-Phase”, die jedes Kind durchlebt. Vielleicht wird auch Dein Kind diese Zeit durchleben und die geringe Motivation kommt zu Vorschein. In erster Linie solltest Du Ruhe bewahren, damit Du die Situation auch gut im Auge behalten kannst.

Vorbeugen kannst Du dem Verlust der kindlichen Motivation, indem Du wenig Druck von außen zulässt. Denn dieser macht die sogenannte intrinsische Motivation, also die jedem Kind innewohnende Freude am Lernen und an Lernerfolgen, zunichte. Je mehr ein Kind aufhört, aus Interesse und für sich selbst zu lernen und je mehr es aus Angst vor Strafe (schlechte Noten, Enttäuschung der Eltern, Schimpfen der Lehrer) lernt, desto weniger intrinische Motivation kann es aufbringen. Zu viele Hausaufgaben, viel Druck von den Lehrern und überfüllte Klassen können Gründe dafür sein, die Du schlecht beeinflussen kannst. Wie sich Dein Kind zu Hause fühlt, steht dagegen unter Deiner Kontrolle.

Reden ist auf jeden Fall Gold wert und das solltest Du in Angriff nehmen. Höre Deinem Kind zu und gib ihm motivierende Tipps mit auf den Weg. Auch Geduld spielt eine große Rolle, die du aufbringen musst. Dein Kind sollte nicht das Gefühl haben, dass es zu spät ist, es richtig zu machen.

Fehlende Arbeitstechniken, Ordnung und Struktur

Fehlende Arbeitsblätter, unordentliche Federmappe und Chaos in der Schultasche – kommt Dir das bekannt vor?

Besitzt das Kind keine Ordnung in seiner Tasche, ist das Durcheinander vorprogrammiert. Wie sagt man so schön “Ordnung ist das halbe Leben” und das ist wohl zu 100 Prozent wahr.

Du solltest Deinem Kind unbedingt beibringen, dass Ordnung und Sauberkeit sehr essentiell und notwendig sein können. Ohne eine gewisse Struktur können gute Noten nicht entstehen. Zudem ist dies auch eine Lehre fürs Leben und je früher Du damit anfängst, desto aufgeräumter wird sein Alltag sein.

Zeige deinem Kind wie Ordnung funktioniert und gib ihm hilfreiche und leichte Hilfen, die es unkompliziert umsetzen kann. Auch die Lehrer werden den Unterschied merken.

Video: Auswirkungen von Stress durch schulischen Leistungsdruck


Wie sollte man als Elternteil am besten auf schlechte Zensuren reagieren?

Schlechten Noten wünscht sich niemand. Eltern möchten nur das beste für ihr Kind und das ist auch gut so. Aber wie schaut es aus, wenn die schlechten Noten auftreten? Hier kommen wir Eltern ganz schön ins Schwitzen und wissen nicht genau, wie wir damit umzugehen haben.

Eines sollte man vorab erwähnen: Bringt Dein Kind schlechte Noten mit nach Hause, so solltest Du trotzdem die Ruhe bewahren und nicht an die Decke gehen. Es ist absolut unnötig, in Panik zu geraten, zu meckern oder gar laut zu werden. Im Endeffekt bewirkst Du dadurch überhaupt nichts – im Gegenteil, die Situation kann eskalieren und das ist für die Entwicklung des Kindes eher kontraproduktiv.

Auf keinen Fall solltest Du so reagieren wie es die Beispiele im nächsten Video zeigen:

Bestrafungen sind fehl am Platz

Wer der Meinung ist, dass Bestrafungen helfen können oder eine gute Alternative sind, der liegt zu 100 Prozent falsch. Maßregelung ist nie eine effektive Lösung und das solltest Du Dir unbedingt aus dem Kopf schlagen.

Es gibt Eltern, die Hausarrest erteilen, das Taschengeld kürzen oder komplett streichen. Ja sogar fällt der langersehnte Urlaub ins Wasser. Ob das der richtige Weg ist, ist sehr fraglich und kann die schlechten Noten auch nicht umwandeln.

Positives in den Vordergrund rücken

Wichtiger ist es, und daran solltest du dich halten, zu hinterfragen, woher die schlechten Noten kommen. Des Weiteren solltest du eher die positiven Noten in den Vordergrund stellen und Dein Kind beruhigen. Egal, ob in Musik, Kunst oder Sport – gute Noten sind immer sehr erfreulich für Kinder. Auch die Stärken Deines Kindes darfst du nicht zur Seite schieben oder ignorieren.

Sei stolz auf Dein Kind und zeige es ihm. Das kann sich nur positiv auf die Entwicklung Deines Kindes ausüben und gleichzeitig wird auch das Selbstbewusstsein gestärkt. Eine schöne Geste, die Dein Kind nicht so schnell vergessen wird.

Gespräch mit Lehrkraft suchen

Vielleicht kannst du auch das Gespräch mit dem Klassenlehrer oder dem fachbezogenen Lehrer aufsuchen. Hier kann man gemeinsam besprechen, wieso es zu den schlechten Noten kam und welche Hintergründe diese besitzen. Zusammen findet man eventuell eine wirkungsvolle Lösung für die Zukunft, die für bessere Noten sorgt.

Wenn vereinzelt eine schlechte Note geschrieben wird

Das Schuljahr ist lang und hart. Dein Kind muss sich auch erstmal in das neue Jahr gewöhnen und den neuen Input sacken lassen. Jedes Jahr kommt Neues auf Dein Kind zu und das kann ganz schön aufs Gemüt gehen. Nun kann es vorkommen, dass vereinzelnd schlechte Noten auftauchen. Hier solltest Du erstmal Ruhe bewahren und Dich nicht sofort aufregen.

Schreibt Dein Kind ab und an eine schlechte Note, so ist es zwar unschön, aber kein Weltuntergang. Wichtig ist, dass ihr darüber sprechen könnt und Du ihm die nötige Motivation vermittelst, dass die nächste Note besser wird.

Wenn sich die Leistung fortlaufend trotz Lernen verschlechtert

Kommt es häufiger vor, dass dein Kind schlechte Noten schreibt obwohl es lernwillig ist, dann solltet ihr dringend darüber sprechen und die Ursache hierfür finden. Wieso das der Fall ist, kann man pauschal natürlich nicht sagen. Hier muss man die gesamte Situation begutachten und unter die Lupe nehmen. Schaue auch, ob Dein Kind sich verändert hat? Vielleicht hat es Probleme in der Schule? Streit mit anderen Mitschülern oder steht vielleicht sogar Mobbing im Raum? Viele Fragen, die unbedingt geklärt werden müssen.

Jedoch kann es auch einfache Gründe haben, die nicht ganz so dramatisch sind. Auch hier musst Du das Gespräch suchen, gegebenenfalls auch mit dem Lehrer.

Wie wäre es, wenn ihr gemeinsam für die nächste Arbeit oder den Test übt? Somit kannst du hautnah erkennen, ob es am Schulstoff liegt oder nicht.

Wenn die Versetzung gefährdet ist

Wenn dein Kind trotz großer Mühe, viel Fleiß und vielleicht sogar Nachhilfeunterricht immer noch Schwierigkeiten in der Schule hat, kann es im schlimmsten Fall passieren, dass die Versetzung gefährdet ist. Ein Horror für alle Eltern, das wünscht man wirklich niemanden. Ist es allerhöchste Zeit, dann solltest Du Dir intensive Gedanken machen. Vor allem steht man vor der Frage, welcher Weg der beste ist. Eher mehr Nachhilfeunterricht und mehr Übungsstunden oder doch das Wiederholen des Schuljahres? Diese beiden Optionen sind möglich aber ziemlich schwer zu beantworten. In erster Linie solltest du das Gespräch mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer suchen. Er /Sie kann dir mehr über die Leistung und das Verhalten Deines Kindes erzählen.

Hat Dein Kind eher Probleme im sozialen Bereich und kann mit der Schule nicht auf einen Nenner kommen, dann wäre ein Schulwechsel eine weitere Option. Bevor dies aber passiert, solltest Du ein offenes Ohr für Dein Kind haben. Es kann Dir mehr erzählen und Dir vielleicht auch den wahren Grund berichten. Und vergiss nicht – gehe auf Dein Kind ein und zeige Verständnis. Nur so kann sich Dein Kind öffnen und Dir seine Probleme anvertrauen.

Was man als Hilfe machen kann, um die schulische Leistung zu verbessern?

Umgang miteinander

Respekt in der Familie ist das A und O! Der Umgang untereinander ist nachhaltig gesehen sehr wichtig und von großer Bedeutung. Verliert ihr den Respekt voreinander, kann kein Familienhalt entstehen. Das gilt auch in Sachen Schule, Noten und Zeugnis.

Du als Elternteil besitzt eine Vorbildfunktion gegenüber Deinem Kind und das solltest Du auch so wahrnehmen. Gibt es Probleme in der Schule, dann redet miteinander und hört euch zu. So können Lösungen entstehen und genau das ist der Schlüssel zum Erfolg.

Vor allem weiß Dein Kind, dass er jemanden hat, mit dem er reden kann – so kommt ihr euch immer ein Stückchen näher und das ist für eure Bindung unglaublich wichtig.

Kommt Dein Kind mit einer schlechten Note nach Hause, so muss es weder Angst noch Sorge haben – und das Dank Deiner Reaktion und wie du mit der Situation umgehst.

Hausaufgaben

Hausaufgaben sind ein großer und wichtiger Bestandteil vieler Schulen. Hier werden Aufgaben zur Übung des Stoffes erteilt, die zu Hause erledigt werden müssen.

Vor allem in den ersten Schuljahren ist es wichtig, dass Du die Hausaufgaben Deines Kindes im Auge behältst. Im Idealfall benötigt es Deine Hilfe nicht. Beim der konkreten Lösung der Aufgaben selbst solltest Du Dich nach Möglichkeit ohnehin immer raushalten. Wenn ihr gemeinsam die Hausaufgaben macht, dann versuche Dein Kind nur bei der Organisation und Konzentration zu unterstützen. Vielleicht benötigt es Hilfe dabei, die Hausaufgaben in den Tagesablauf zu integrieren oder nach einem bestimmten Schema vorzugehen.

So bekommst du einen guten Eindruck davon, welcher Schulstoff gerade aktuell ist und wie Dein Kind mit Hausaufgaben umgeht. Gleichzeitig lernt es aber, die Aufgaben selbst zu lösen. Natürlich kann Dein Kind kann Dich jederzeit um Hilfe bitten, wenn es allein nicht weiter kommt.

Nachhilfe

In manchen Fällen kann auch Nachhilfeunterricht eine echte Unterstützung sein. Du kannst Nachhilfe organisieren, die einmal oder mehrmals die Woche zu euch nach Hause kommt. Auch gibt es Nachhilfeunterricht, der auswärts stattfindet.

Bei vielen Kindern schlägt die Nachhilfe gut an und man merkt eine positive und erfolgreiche  Entwicklung. In den meisten Fällen bewirkt die Nachhilfe einiges und man kann so schulische Probleme gut in den Griff bekommen.

Sei Dir allerdings darüber im Klaren, dass Nachhilfe keine Dauerlösung ist. Sie kann nur vorübergehende Defizite beheben und Deinem Kind sozusagen „auf die Sprünge helfen“. Mit gestärktem Selbstbewusstsein und Beherrschen des aktuellen Schulstoffes können sich dann auch andere Probleme wie starker Druck oder fehlende Freude am Unterrichtsfach wieder legen.

Erkundige Dich vorab über das Angebot in Deiner Nähe und lass Dich gut informieren. Viele Nachhilfelehrer bieten sogar Probestunden an, die du nutzen solltest. So können Dein Kind und der Lehrer sich erstmal kennenlernen und sehen, ob sie miteinander miteinander harmonieren. (Als kleiner Tipp: Auf stundentsplus.de kannst Du sogar eine kostenlose Probestunde organisieren.)

Wichtig am Thema Nachhilfe ist, dass Du Dein Kind niemals dazu zwingen solltest, sondern es die Unterstützung freiwillig annehmen muss – sonst kannst Du Dir das Geld auch sparen.

Fazit  

Die Schulzeit ist kein Zuckerschlecken und es kommen einige Hürden auf Dich und Dein Grundschulkind zu, die ihr beide gemeinsam bewältigen müsst. Jedoch kannst Du mit Geduld, Motivation und Ruhe diese Phase gut meistern.

Auch Dein Kind beschreitet einen neuen Lebensweg, der mitsamt – ab und an auch schlechten -Schulnoten zum Erwachsenwerden dazugehört.

Wichtig ist, dass ihr zusammenhaltet, miteinander redet und gemeinsam eine Lösung findet. Eine Alternative gibt es immer und mit Fleiß, Mühe und viel Liebe, kann auch die schlimmste Situation gut bewältigt werden.

 

Bild:

© romrodinka /bigstockphoto.com

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Hi, ich bin Hanna (32), Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau. Seit meiner Schwangerschaft habe ich mir viel Wissen über Schwangerschaft, Muttersein, Familie und Erziehung angeeignet. Dieses Wissen teile ich gern umsonst. Aktuell reise ich mit meiner Familie durch die Welt und führe ein Leben als "Digitale Mom".Hier erfährst Du mehr über mich.

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