Familie, Wohnen

Babyzimmer schön einrichten: Was braucht man alles?

Baby liegt im Babyzimmer mit Stubenwagen


Ich erinnere mich noch gut an meine erste Schwangerschaft. Irgendwann hatte ich diesen unstillbaren Drang, das Babyzimmer einzurichten. Ich wollte streichen, Wölkchen an die Wand malen und kleine Bildchen aufhängen. Zum Glück hat mein Mann nicht gerade ein Handwerker-Gen und ich selbst wollte wegen der Dämpfe lieber nicht in der Schwangerschaft die Wände streichen. Denn tatsächlich schlief unser Sohn nicht nur in den ersten Wochen, sondern bis heute bei uns im Schlafzimmer. Ein Kinderzimmer hat er erst mit 3 Jahren benötigt. Bei den meisten Kindern ist das allerdings anders und die Eltern wollen darum zu Recht frühzeitig ein Babyzimmer einrichten. Hast Du schon darüber nachgedacht, wie Du das Babyzimmer einrichten wirst?
Ich möchte Dir hier einige Möglichkeiten aufzeigen, wie Du das zukünftige Kinderzimmer gestalten kannst und so rechtzeitig einen schönen und praktischen Raum hast, der Dein Baby willkommen heißt.

Ab wann sollte man das Babyzimmer planen, gestalten und einrichten?

In der Schwangerschaft können die Hormone verrückt spielen. Besonders in der letzten Phase verspürst Du vielleicht den Drang, ein kuschliges Nest zu bauen, in dem Du Dich wohl fühlst. Das ist der sogenannte Nestbautrieb. In ein paar Monaten oder Wochen ist es endlich soweit, Du kannst Deinen Schatz in den Armen halten. Vielleicht wird Dein Baby dann auch sein eigenes Zimmer in Anspruch nehmen. Um diesen Übergang so einfach wie möglich zu gestalten, ist es sinnvoll, früh zu planen. Denn eins kann ich Dir sagen: In den ersten Wochen und Monaten mit Baby wirst Du anderes zu tun haben, als innenarchitektonische Pläne zu schmieden!

Am besten überlegst du Dir schon einige Monate zuvor, wie das Babyzimmer aussehen soll. Dies erspart Dir Stress, den Du im dritten Trimester auf keinen Fall gebrauchen kannst. Außerdem gibt es Dir genug Zeit, um Entscheidungen zu treffen und die Einrichtung zu besorgen, die Du auch wirklich willst.

Was muss man beim Babyzimmer beachten?

Wusstest Du, dass für die meisten Eltern beim Babyzimmer die Funktionalität wichtiger ist als das Aussehen? Auch Prüfsiegel und Sicherheit haben einen hohen Stellenwert beim Kauf von Kindermöbel.

Generell ist Sicherheit natürlich das A und O beim Einrichten des Babyzimmers. Es gibt hier einiges zu beachten, um eine sichere Umgebung für Dein Kind zu erschaffen. Beispielsweise solltest Du alle Möbel, die umkippen könnten, fest an der Wand befestigen. Dazu zählen Schränke, Regale und die Wickelkommode.
Ebenso dürfen diese Möbelstücke möglichst keine scharfen Kanten oder Ecken haben, an denen man sich verletzen könnte. Man kann diese Gefahrenstellen auch einfach mit speziellen „Puffern“ abdecken.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der zu beachten ist, ist die Verträglichkeit des Materials. Zubehör sollte immer aus kinderfreundlichem Material gemacht sein und an einem Platz verstaut werden, an dem es zum Beispiel nicht von der Kommode fällt, wenn Dein Kind mal anstößt.

Auch Steckdosen sollten mit speziellen Kindersicherungen ausgestattet sein, um die höchste Sicherheit zu bieten. Stromkabel können einfach hinter beispielsweise Möbeln versteckt werden. Natürlich darf man hier auch nicht auf Fenstersicherungen verzichten, damit Dein Kind es nicht von selbst öffnen kann.

Wie richtet man ein Babyzimmer ein?

Ein Kinderzimmer einzurichten, kann zu Beginn überwältigend sein, besonders wenn man darin keine Erfahrung hat. Lass uns einen genaueren Blick darauf werden, was man alles benötigt, um das Babyzimmer schön und praktisch zu gestalten.

Was braucht man alles für das Kinderzimmer?

Wickelkommode

Sinnvoll ist es, in eine schöne Wickelkommode, ein Wickelregal oder einen Wickelaufsatz zu investieren, da diese in nächsten Monaten möglicherweise eine sehr große Rolle in Deinem Alltag spielen wird. Aus diesem Grund sollte man hier nicht sparen und nach guter Qualität Ausschau halten. Besonders, wenn Du weitere Kinder planst, kann diese wieder genutzt oder später auch verschenkt werden. Eine Kombination aus Kommode und Wickelaufsatz kann hier sehr hilfreich sein, da man so immer alle Wickelutensilien und Babyklamotten griffbereit hat und man das Möbelstück auch nach der Wickelzeit weiterhin als normale Kommode verwenden kann. Der Aufsatz sollte nicht zu schmal, gepolstert und waschbar sein. Bei der Kommode selbst ist zu beachten, dass sie mindestens circa 85 cm hoch sein soll, damit Du Dich nicht bücken musst. Immerhin muss man durchschnittlich bis zum 2. Lebensjahr Windeln wechseln.

 

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Heizstrahler

Wenn Du Dein Baby im Herbst oder Winter erwartest, ist die Anschaffung eines Heizstrahlers eine Überlegung wert. Achte unbedingt darauf, die Vorgaben des Herstellers zu beachten und den Strahler in der angemessenen Höhe anzubringen. Wenn Du hierbei Bedenken hast, lass Dir auf jeden Fall von einem Experten helfen. Ein Heizstrahler kann dem Baby helfen, warm zu bleiben und sich so wohl zu fühlen.

Kleiderschrank

Generell ist in den meisten Fällen in den ersten zwei Lebensjahren des Kindes kein eigener Kleiderschrank notwendig. Babykleidung ist ja noch so klein. Wenn die Auswahl überschaubar ist, kannst Du die Kleidung ganz einfach in der Wickelkommode verstauen. Viele Eltern besorgen aber auch hier schon einen größeren Kleiderschrank, der das Kind dann die weiteren Lebensjahre begleitet. Dies solltest Du ganz nach Deinen individuellen Bedürfnissen entscheiden.

Stillecke

Schlafen, Wickeln und Essen sind die drei zentralen Themen in den ersten Monaten Deines Babys. Daher macht es sicherlich Sinn, eine gemütliche Ecke zum Stillen einzurichten. Auch, wenn Du Deinem Baby die Flasche gibst, ist ein Ruheort wie dieser sehr vorteilhaft. Du kannst Dir so eine kleine Oase erschaffen, in der ihr beide entspannen könnt. Dies erreichst Du, indem Du zum Beispiel einen bequemen Schaukelstuhl oder Sessel mit Kissen und Decke in eine Ecke stellst. Später kann dieser Bereich auch als Spieleecke oder Lesebereich genutzt werden.

Beistellbett

Babys benötigen viel und vor allem erholsamen Schlaf. Dieser wird aber oft von Hunger ununterbrochen, und zwar Tag, sowie Nacht. Um diese Phase etwas angenehmer zu gestalten, ist ein Beistellbett in den ersten Monaten eine hilfreiche Möglichkeit. So wird das nächtliche Füttern deutlich simpler. Man kann das Beistellbett ganz einfach an das Elternbett andocken und heranziehen, wenn sich der Hunger des Babys zeigt. Hier ist zu beachten, dass die Babymatratze aus Latex oder Schaumstoff sein sollte, damit sie nicht zu weich ist.

Außerdem sollte es über Gitterstäbe verfügen, die das Herausfallen oder -klettern verhindern, welche 4,5 bis 6,5 cm voneinander entfernt sind. Für weiteren Schutz kannst Du einen Rundumpolster nutzen, der ein Gefühl von Geborgenheit und Schutz verbreitet. Auch das Material der Bezüge sollte frei von Schadstoffen sein. Baumwolle eignet sich hier ideal.

Sehr wichtig ist es, auf Decken, Polster oder Spielzeuge im Bett zu verzichten. Diese könnten sich nämlich zum Beispiel über das Gesicht des Babys legen und so eine ernsthafte Gefahr darstellen. Am besten verwendest Du stattdessen einen einfachen Baby-Schlafsack.
Schlafstätten wie diese sehen vielleicht medienwirksam aus, sind aber nicht sicher:

 

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Spielbereich

Babys und Kleinkinder lieben Spielecken. Um diese so gemütlich wie möglich einzurichten, dient eine weiche Krabbeldecke oder Teppich als perfekte Unterlage. Zusätzlich sorgen kleine Kindersitzkissen für Schutz und Bequemlichkeit. Jede Menge altersgerechtes Spielzeug macht die Spielecke dann ideal. Um Chaos zu vermeiden, kannst Du intelligente Ordnungssysteme wie Aufbewahrungsboxen und Wandtaschen anbringen. Diese sorgen für ausreichend Stauraum und bringen Deinem Kind von klein auf ein Verständnis für Ordnung bei.

 

Aber Achtung: Erwarte nicht von Babys oder Kleinkindern, dass sie viel Zeit alleine in dieser Spielecke verbringen werden. In den ersten Lebensjahren wollen Kinder vor allem nah bei Mama und Papa sein. Auch können kleine Babys mit Spielzeug noch recht wenig anfangen. Erst, wenn sie greifen können, macht das überhaupt Sinn.

Wandfarbe

Die Einrichtung des Babyzimmers ist ein sehr kreativer Prozess. Die Wandgestaltung sollte auf die Einrichtung abgestimmt sein, um das Gesamtbild abzurunden. Am besten verzichtest Du auf grelle Farben und fokussierst Dich darauf, etwas Beruhigendes auszuwählen.

Zarte Farben wie Creme, Hellblau, Rosétöne, Hellgrün oder schlicht und einfach weiß sind perfekt für Babys. Wem dies zu langweilig erscheint, kann die Wände mit beispielsweise bunten Bildern verschönern. So bleibst Du bei der Gestaltung der Wände auch sehr flexibel. Am Ende des Tages solltest Du Dich in diesem Raum so wohl wie möglich fühlen und wählen, was Deinen Bedürfnissen entspricht.

Beleuchtung

Um eine gemütliche Atmosphäre zu erschaffen, ist die Beleuchtung essenziell. Eine helle Deckenleuchte spendet viel Licht fürs Spielen, wobei das Design auf den Rest der Einrichtung abgestimmt werden sollte.

Eine weitere großartige Beleuchtungsmethode sind Schlummerlampen. Sie verfügen über einen rotierenden Lampenschirm und spielen auch oft auch beruhigende Musik. Für die Nacht ist aber ebenso eine Steckdosenleuchte oder ein kleines Nachtlicht ideal, um beim Stillen und Wickeln zu helles Licht zu vermeiden und eine richtige Atmosphäre zu schaffen.

Bodenbelag

Die Frage, welchen Bodenbelag man im Babyzimmer haben sollte, ist schnell beantwortet. Ein Teppich ist ideal, da er Lärm und Staub schluckt, Trittgeräusche dämpft und dem Baby eine geeignete Unterlage zum Krabbeln bietet. Außerdem kann er einfach regelmäßig mit dem Staubsauger gereinigt werden.

Auch Kork- und Holzparkett oder Laminat können im Babyzimmer einen guten Bodenbelag darstellen. Sie haben den Vorteil, dass man sie schnell reinigen kann.

Babyphone

Nicht zu vergessen bei der Einrichtung des Babyzimmers ist ein Babyphone. Dieses lässt Dich hören, was im Raum passiert Du bemerkst sofort, wenn Das Baby zum Beispiel in der Nacht wach wird. Wenn Du unruhig wirst, wenn Du Dein Baby nicht im Blick hast, macht vielleicht auch ein Videophone Sinn.

Anordnung der Möbel

Am besten verzichtet man am Anfang auf zu viele Möbel. Das Baby benötigt diese in den ersten Monaten schlicht und einfach noch nicht. Wenn Dein Kind dann größer wird, wächst der Raum mit und das Babyzimmer entwickelt sich von selbst mit Deinem Kind mit. Du wirst merken, wann Du was besorgen musst, glaub mir.
Generell hängt die Anordnung der Möbel von der Raumaufteilung ab. Versuche, den Platz so intelligent wie möglich zu nutzen.

Einrichtungsideen für Jungs

Ein Babyzimmer für Jungs einzurichten, kann sehr viel Spaß machen. Die typischen Farben sind hier blau, grün, braun oder grau. Natürlich spielt es keine Rolle, ob die Farben an das Geschlecht angepasst sind oder nicht. Tiere, Flugzeuge, Autos oder Wolken könnten großartige Themen für die Wände sein.

 

 

Foto:
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Einrichtungsideen für Mädchen

Mädchenzimmer werden oftmals sehr pompös eingerichtet. Traditionelle Farben wie Rosa, Gelb oder Beige sind hier sehr angebracht. Tiere, Schlösser, Sterne oder Blumen sind auch Ansätze, die gerne verwendet werden, wenn das Mädchenzimmer eingerichtet wird. Die kleine Prinzessin wird aber in den ersten Jahren wahrscheinlich noch wenig Wert darauf legen, wie das Zimmer selbst aussieht. Meist ist all dies mehr als Ausdruck der Kreativität der Eltern gedacht.

 

 

Gestaltungstipps für Zwillinge

Zwillinge sind ein Segen. Sie bedeuten doppelten Spaß, aber auch doppelte Arbeit. Zwillinge haben eine ganz besondere Verbindung, die man nicht durchbrechen sollte, indem man sie in verschiedene Zimmer verbannt. Sie sollten unbedingt im selben Zimmer schlafen, um sich nahe sein zu können. Immerhin haben sie sich 9 Monate lang eine Gebärmutter geteilt. Dies ist einfach gelöst, indem man zwei Betten nebeneinander stellt.

 

 

Kleiner Raum: Sinnvolle Tipps für effektive Raumnutzung

Wenn Dir wenig Raum zur Verfügung steht, ist es wichtig, den Platz so effizient wie möglich zu nutzen und intelligente Lösungen zu finden. Es gibt sehr viele hilfreiche Stauraummöglichkeiten, die nicht nur stylisch aussehen, sondern auch praktisch sind.
Überlege Dir im Vorhinein gut, welche Möbelstücke Du anschaffst. Oft kannst Du Möbel auch vielseitig verwenden. Zum Beispiel kann eine Kommode in einem Kleiderschrank verstaut werden, um Platz zu sparen. Auch Wandschränke sind eine wunderbare Möglichkeit, Stauraum zu schaffen.

 

Fazit

Alles in allem kann man sagen, dass das Einrichten des Babyzimmers sehr viel Spaß machen kann. Nimm Dir genug Zeit, um die Einrichtung zu planen und überlege Dir im Vorhinein, welche Bedürfnisse erfüllt werden sollten. Erschaffe Dir eine kleine Oase, die Dir und Deinem Baby einen gemütlichen Ort bietet und so dafür sorgt, dass ihr euch wohl fühlt. Wenn Du wenig Spaß am Einrichten hast, solltest Du Dich aber nicht unter Druck setzen. Dem Baby und auch einem Kleinkind wird es egal sein, wie das Zimmer aussieht. Wichtig ist in den ersten Jahren nur, dass es sicher ist und dass Mama oder Papa mit dabei sind.


Bild: 

bigstockphoto.com – ©famveldman

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Hi, ich bin Hanna (32), Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau. Seit meiner Schwangerschaft habe ich mir viel Wissen über Schwangerschaft, Muttersein, Familie und Erziehung angeeignet. Dieses Wissen teile ich gern umsonst. Aktuell reise ich mit meiner Familie durch die Welt und führe ein Leben als "Digitale Mom".Hier erfährst Du mehr über mich.

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