Norwegische Jungennamen


Betrachtet man die Vornamen für Jungs in Norwegen in den Jahren seit 1950, so zeigt sich, dass von den Eltern immer seltener typisch skandinavische Jungennamen oder norwegische männliche Vornamen gewählt werden. Viele Jahre lang galten Namen, die auf die vorchristliche Zeit Skandinaviens und auf Sagen und Mythen zurückgehen, als Auswahlkriterium für den Vornamen des Kindes. Ein Beispiel ist hier der Name des Donnergottes „Thor„, der auch als Teil der Winkingervergangenheit anzusehen ist.

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass es männliche Vornamen aus Norwegen mit mythologischer Vergangenheit gibt, dessen Bedeutung noch heute unsicher ist, da es sich vielmehr um eine Bedeutung als um einen tatsächlichen Jungennamen handelt.

Auch die Literatur Skandinaviens und speziell Norwegens spielte bei der Wahl der Vornamen eine entscheidende Rolle, wurden mit den Jahren aber verändert und immer weiter angepasst.

Der „Mittelname“ – eine Besonderheit in Norwegen

Typisch für Norwegen ist die Verwendung des sogenannten „mellomnavn„, der als eine Art Zwischen- oder Mittelnamen definiert werden kann. Hierbei ist anzumerken, dass als Zwischenname Namen zulässig sind, die auch als Nachname fungieren könnten.

Die geschichtliche Entwicklung zeigt, dass es sich bei dem Mellomnavn im 19. Jahrhundert noch um einen Namen handelte, der von einem Verwandten oder dem Taufpaten an das Kind weitergegeben wurde und eine Tradition des Bürgertums beschreibt, da adlige Familien diese Art der Kindesbenennung nicht pflegten. Ein Jahrhundert später erfolgte die Orientierung am Geburtsnamen der Mutter.

Im Verlauf der letzten 50 bis 60 Jahre änderte sich die Namenskultur in Norwegen deutlich: Die Amerikanisierung ist auch im Norden Europas angekommen und führt dazu, dass Eltern für ihre Kinder immer häufiger skandinavisch untypische Namen als schöne Jungennamen ansehen.

Interessante Fakten zur Namensvergabe in Norwegen:

  • Soll ein Kind einen Mellomnavn tragen, muss dieser als Art Nachname fungieren können.
  • Setzt sich der Nachname aus zwei Teilen zusammen, ist ein Bindestrich Pflicht, damit eine Abgrenzung zum Mittelnamen vorherrschend ist.
  • Ein Mellomnavn kann aus zwei Einzelnamen bestehen.
  • Mehr als zwei Vornamen sind in Norwegen nicht erlaubt.
Quelle:
https://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_05022014_VII11334009u11.htm

Nun aber genug über die landestypischen Eigenheiten bei norwegischen Jungennamen. Hier sind die TOP-100 der männlichen norwegischen Vornamen.

Top 100 Liste: Norwegische Jungennamen

  1. Nils
  2. Kimi
  3. Olaf
  4. Kristoff
  5. Sören
  6. Gunnar
  7. Björn
  8. Sven
  9. Mathis
  10. Yannick
  11. Fin
  12. Malte
  13. Ole
  14. Ingar
  15. Jan
  16. Thorvald
  17. Lykke
  18. Laurin
  19. Fjell
  20. Arnor
  21. Kai
  22. Magnus
  23. Ben
  24. Ragnar
  25. Torsten
  26. Bjarne
  27. Helge
  28. Ulf
  29. Fridtjof
  30. Hendrik
  31. Raik
  32. Morten
  33. Lian
  34. Tyr
  35. Leif
  36. Lasse
  37. Tore
  38. Erik
  39. Kjetil
  40. Ronny
  41. Jonte
  42. Per
  43. Kristian
  44. Knut
  45. Oskar
  46. Magnus
  47. Arne
  48. Lars
  49. Stian
  50. Anders
  51. Alvar
  52. Torvik
  53. Gillis
  54. Aasmund
  55. Flinn
  56. Eyvind
  57. Yaris
  58. Norin
  59. Jori
  60. Tjarven
  61. Levi
  62. Linus
  63. Odin
  64. Arik
  65. Emiljan
  66. Nordin
  67. Kim
  68. Mikael
  69. Loki
  70. Askan
  71. Leeven
  72. Frederik
  73. Rune
  74. Sander
  75. Kaspar
  76. Haakon
  77. Terje
  78. Mats
  79. Ledvin
  80. Erlin
  81. Loan
  82. Thommes
  83. Vilhelm
  84. Jacob
  85. Hening
  86. Oddgeir
  87. Kare
  88. Yorick
  89. Einar
  90. Ivar
  91. Jarl
  92. Petter
  93. Roar
  94. Arkin
  95. Dain
  96. Espen
  97. Fenris
  98. Hallvard
  99. Eldar
  100. Aegir

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