Stillen

Brustwarzensalbe Test – Vorsicht vor ungesunden Schadstoffen!

Brustarzensalbe Test der Ökotest

Wie die meisten stillenden Mütter durfte auch ich in den ersten Wochen mit Baby Bekanntschaft mit wunden Brustwarzen machen. Denn das Stillen klappte da einfach nicht so routiniert und meine Brustwarzen mussten sich erst einmal an die zusätzliche Belastung gewöhnen.

Meine Hebamme gab mir damals Multi MAM Kompressen und Brustwarzensalbe. Von einer möglichen Schadstoffbelastung für mein Baby durch Brustwarzensalbe wusste ich damals nichts – doch rückblickend betrachtet hatte ich Glück, denn mein Produkt hat im Brustwarzensalben Test der ÖKO-Test mit „sehr gut“ abgeschnitten.

Brustwarzensalbe Test: Die Ergebnisse im ÖKO-Test

Die ÖKO-Test hat insgesamt 14 Brustwarzensalben im Labor testen lassen. Die gute Nachricht ist, es gibt wirklich gute und empfehlenswerte Produkte.

Mit „Sehr Gut“ schnitten diese Brustwarzensalben im Test ab:

  • HPA Lanolin von Lansinoh
  • Mamacare Brustwarzensalbe von Töpfer
  • Babydream Brustwarzen-Salbe von Rossmann
  • Babylove Brustwarzensalbe von dm
  • Elanee Brustwarzensalbe von Grünspecht
  • Gold Cream Lanolin Brustcreme von Ardo Medical
  • Purelan 100 von Medela

Welche Salbe für wunde Brustwarzen ist am besten? – Meine Empfehlung

Ich selbst habe die HPA Lanolin von Lansinoh verwendet. Sie hilft nicht nur wirklich gegen wunde Brustwarzen und trockene Haut, sie besteht auch zu 100% aus Wollfett und hat damit keine unerwünschten Inhaltsstoffe.

Sie ist super ergiebig, auch nach der Stillzeit war meine Tube noch halb voll. Ich habe sie sowohl bei wunden Stellen an der Haut meines Sohnes, als auch für raue Lippen im Winter verwendet.

Nr. 1
Lansinoh 99302 HPA Lanolin Brustwarzensalbe, 40 ml
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  • Pflegt, beruhigt und schützt empfindliche und beanspruchte Brustwarzen in der Stillzeit
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* Zuletzt aktualisiert am 26. October 2018 um 16:07 . Alle hier angezeigten Preise können sich inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

Noch „befriedigend“ aber auch nicht mehr

Weiterhin schnitten diese drei Produkte im Brustwarzensalben Test der ÖKO-Test immerhin noch mit „befriedigend“ ab:


  • Avent Lindernde Brustsalbe
  • Garmastan von Protina Pharm
  • Multi-Mam Balsam von Ardo Medical

Das heißt, wenn Du diese Salben verwendet hast, solltest Du Dir keine Gedanken machen. Aber du weißt nun auch, dass es bessere gibt.

Im Test „durchgefallen“

Im Test durchgefallen dagegen sind folgende Produkte:

  • Eco by Naty Nipple Balm
  • Baby Frank Brustwarzensalbe von Büttner-Frank
  • Nuby Citroganix Lanolin Brustwarzensalbe
  • ReAm 4 Your Baby Mama Brustwarzen-Salbe von Pharmamedico

Schadstoffe in Brustwarzensalbe

Hersteller werben damit, dass die Brustwarzensalbe auf der Brustwarze bleiben kann, auch wenn das Baby wieder stillt. Das bedeutet natürlich, dass das Baby die Bestandteile der Salbe in den Mund nimmt.

Die Redaktion der Ökotest empfiehlt darum, zumindest sichtbare Reste der Creme vor dem Stillen abzuwaschen.

Beim Test im Labor wurden in einigen der getesteten Produkte folgende Schadstoffe gefunden:

  • Phthalate: Diese Säureester finden sich überwiegend als Weichmacher für Weich-PVC und stehen im Verdacht, die Entgiftungs- und Fortpflanzungsorgane zu schädigen. Vor allem die nachweislich gefährlichen Weichmacher Dibutylphthalat (DBP) und Diethylhexylphthalat (DEHP) wurden nachgewiesen. Die höchste Konzentration an DBP und DEHP fanden die Tester im Produkt von Büttner-Frank, aber auch die Eco by Naty Brustwarzensalbe enthielt Phthalate. 
  • Naphthalin: Diese polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffverbindung (PAK) wurde im Produkt von Naty nachgewiesen und steht im Verdacht, krebserregend zu sein. 
  • Polyethylenglykole (PEG): In den Proben von Garmastan und Multi-Mam wurde dieser Stoff gefunden, der die Haut durchlässiger für Fremdstoffe macht. Das mag in Schönheitscremes, nicht aber in Wundschutzcremes angebracht sein. 
  • Paraffine: Im Produkt von Avent wurde hydriertes Polydecen gefunden. Paraffine sind Erdölprodukte und können potentiell krebserregende Stoffe enthalten.

Brustwarzensalbe richtig verwenden

Am besten wäre es natürlich, wenn Du Brustwarzensalbe ganz umgehen könntest. Denn im Grunde kann Dein Körper das nötige Fett für den Schutz der Haut selbst in den Talgdrüsen der Brust produzieren.

Um diesen Prozess nicht zu stören, solltest Du Brustwarzensalbe nicht vorsorglich verwenden, sondern nur, wenn die Brustwarzen wirklich wund sind. Wenn alles wieder in Ordnung ist, brauchst Du die Creme nicht weiter anzuwenden.

Auch in der Schwangerschaft brauchst Du Deine Brustwarzen nicht vorsorglich eincremen oder ölen. Lass einfach Deinen Körper das nötige Gleichgewicht finden.

Bei Wundschutzcremes aller Art gilt: Viel hilft nicht immer viel. Trage die Brustwarzensalbe dünn und nach dem Stillen auf, so ist sie auch eingezogen, bis Du Dein Baby das nächste Mal stillst.

>> Hier zeige ich Dir, was die beste Wundschutzcreme für Babys ist.


Woher kommen wunde Brustwarzen?

Schmerzende Brustwarzen sind in den ersten 2-3 Tagen des Stillens ganz normal. Diese Überempfindlichkeit ist ein ganz normaler Anpassungsprozess an die neue Art der Beanspruchung und tritt umso früher auf, je häufiger Du Dein Baby anlegt – und ist dann auch umso früher wieder vorbei.

Die Brustwarzen-Schmerzen solltest Du nicht verwechseln mit wunden Brustwarzen, Du brauchst deshalb nicht unbedingt Brustwarzensalbe.

Wunde Brustwarzen entstehen, wenn sich feine Risse in der Haut bilden, feine Wunden.

Blutige Brustwarzen, Risse in der Brustwarze, Bläschen, Schrunden oder übermäßige Schmerzen sind nicht normal und haben stets eine behebbare Ursache. Die Lösung lautet aber niemals abstillen.

Wenn Du alleine bzw. mit den unten stehenden Tipps nicht weiter kommst, kontaktiere frühzeitig Deine Hebamme und am besten zusätzlich eine Stillberatung.

Das sind die häufigsten Gründe für wunde Brustwarzen:

  1. Falsches Anlegen. Wenn Dein Baby beim Stillen nicht die ganze Brustwarze im Mund hat, wird die Haut der Brustwarze durch die Kieferbewegungen des Babys wund gerieben und gezerrt. Dein Baby sollte beim Anlegen den Mund immer weit geöffnet haben und möglichst viel vom Brustwarzenvorhof mit in den Mund nehmen.
    Auch während des Stillens kann Dein Baby mit dem Mund verrutschen. Verändere dann nach Möglichkeit nicht die Position des Köpfchens und drücke nicht mit dem Finger gegen die Brust, um dem Baby Luft zu verschaffen.
    >> Wie Du Dein Baby richtig anlegst, kannst Du hier nachlesen.
  2. Saugverwirrung. Wenn ein Stillkind zusätzlich die Flasche oder einen Schnuller hat, kann in den ersten Wochen eine Saugverwirrung auftreten, sodass es an der Brust nicht ordentlich trinkt bzw. zu wenig von der Brustwarze in den Mund nimmt.
  3. Verkürztes Zungenbändchen. Wenn Dein Baby einfach nicht richtig trinken will, lass das Zungenbändchen von einem Arzt kontrollieren. Das kann auch zu falschen Anlegen führen.
  4. Falsches Lösen von der Brust. Löse immer das Vakuum, wenn Du Dein Baby von der Brust entfernst und es nicht von selbst loslässt. Sonst wird die zarte Haut der Brustwarze gezerrt und kann feine Risse bekommen.
  5. Milchpumpe. Bei zu starkem Sog einer Milchpumpe können ebenfalls kleine Hautrisse entstehen.
  6. Falsche Pflege. Solange Deine Brustwarzen nicht wund sind, solltest Du nichts anderes als Wasser zum Waschen verwenden. Nach jedem Stillen kannst Du ein paar Tropfen Muttermilch auf der Brustwarze und dem Vorhof verteilen. Das pflegt besser als jede Creme und schützt vor Infektionen.
  7. Brustsoor. Risse in der Haut sind nicht nur schmerzhaft, sondern bilden auch eine Öffnung in der Hautbarriere, durch die Bakterien eindringen und eine Entzündung verursachen können. Auch ein eInfektion mit einem Hefepilz (Candida Albicans), auch als Soor bekannt, tritt immer wieder auf. Die Haut brennt, juckt, und die Brustwarzen sehen trocken, rot oder glänzend aus. Meist hat dann auch Dein Baby Soorbefall im Mund und ihr müsst beide behandelt werden, damit die Schmerzen aufhören.

Fazit: Es gibt gute Produkte gegen wunde Brustwarzen

Trotz all dieser Tipps kann es vorkommen, dass Deine Brustwarze überbeansprucht und wund wird. Dann – und nur dann – solltest Du auf HPA Lanolin von Lansinoh oder eines der Produkte zurückgreifen, die im Brustwarzensalben Test der ÖKO-Test mit „sehr gut“ bewertet wurden, denn damit gehst Du für Dein Baby keinerlei Risiken ein.

Wie mit allen Pflegeprodukten gilt aber auch hier: Je weniger, desto besser. Im Idealfall sollte Stillen nicht weh tun und die Salbe kann getrost im Regal bleiben.


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Brustwarzensalbe Test - Vorsicht vor ungesunden Schadstoffen!

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