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Schluckauf bei Babys: Die häufigsten Ursachen & Tipps bei kleinen Hicksern

Baby Mit Schluckauf

Schluckauf ist bei Deinem Baby ein äußerst hilfreicher Schutzmechanismus der zum Beispiel verhindert, dass der Mageninhalt wieder aufsteigt oder es beim Essen/Trinken zum Verschlucken kommt. Gleichzeitig trainiert Dein Baby so seine Rippen-, Nacken- und Zwerchfell-Muskulatur.

Wie entsteht Schluckauf bei Babys?

Bei Menschen entwickelt sich Schluckauf normalerweise durch eine Verkrampfung des Zwerchfells. Die Stimmritze schließt sich dadurch unkontrolliert und zu schnell. Fällt anschließend eingeatmete Luft darauf, entsteht das typische Hicksen. Bei Babys ist die Zwerchfell-Muskulatur dazu noch unterentwickelt, sodass es vermehrt zum Schluckauf kommen kann. Außerdem kann Luft schlucken wie beispielsweise beim Trinken oder Lachen sowie Temperaturunterschiede des Essens Auslöser von Schluckauf sein. Die kleinen Hickser bereiten Deinem Baby keine Schmerzen und sind somit gar nicht schlimm.

Schluckauf macht sich meistens direkt nach dem Füttern/Stillen bemerkbar, da hierdurch die normale gleichmäßige Atmung unterbrochen wird. Luft wird in der Regel durch die Nase aufgenommen. Beim Stillen oder Trinken gelangt jedoch auch sehr oft Luft durch den halb geöffneten Mund in Dein Baby. Während Dein Kind einatmet, kann sich bei Neugeborenen die Atemmuskulatur zusammenziehen und der Kehlkopfdeckel schließt sich. Da die Luft nun auf diese Sperre trifft, wird der Schluckauf erzeugt.

Babys Schluckauf wird bereits im Mutterleib trainiert

Dein ungeborenes Baby kann sogar schon nach Ende der 9. SSW in Deinem Bauch Schluckauf haben – es übt atmen. Dabei brauchst Du Dir jedoch keine Sorgen zu machen, dass Dein Ungeborenes eventuell Fruchtwasser inhaliert. Der Kehlkopfdeckel bleibt bei diesen Versuchen stets ganz fest verschlossen.

Du, als werdende Mutter, spürst diese winzigen Erschütterungen jedoch erst ungefähr während der 25. SSW. Die zarten Hickser des Schluckauf machen Deinem Ungeborenen keinerlei Probleme und sind auch für Dich weder unangenehm noch schmerzhaft. Mit etwas Glück kannst Du Deinem Baby bei der nächsten Ultraschall-Untersuchung sogar beim Schluckauf zuschauen. Es schaut dann so aus, als würde Dein Ungeborenes im Fruchtwasser leichte Hüpfer machen.

Babys Schluckauf entsteht oft beim Füttern

Babys haben zwar nach der Entbindung ihr Atemtraining abgeschlossen, trotzdem benötigt das Zwerchfell der Neugeborenen eine gewisse Zeit, um sich vollständig zu entfalten. Deshalb können oft kleinere Unregelmäßigkeiten durch das gestörte Zusammenziehen auftreten.

Bei Neugeborenen kann es speziell nach dem Füttern oder Stillen zu einem Schluckauf kommen. Da das Zwerchfell noch untrainiert ist, kann es beim Atmen zu Fehlwirkungen beim Zusammenziehen der Muskulatur kommen.

Wenn Dein Baby einatmet, kann sich der Kehlkopfdeckel sofort schließen. Der eingesogene Luftstrom prallt sozusagen gegen diese Barriere und erzeugt den Schluckauf. Gleichzeitig kann die Atemluft nicht mehr entweichen und ein möglicher Rückfluss der Nahrung beziehungsweise der Milch wird gestoppt.

Diese Reflux-Störung könnte zur Erstickung führen und somit für Dein Baby sogar gefährlich werden. Ein Schluckauf verhindert dies effektiv und trainiert zugleich die Muskeln des Zwerchfells. Diese werden dadurch auch zum Wachsen stimuliert.


Was Du bei einem Schluckauf Deines Babys tun kannst

Da Dein Baby Schluckauf bereits seit Beginn der Schwangerschaft kennt, ist dies nichts Neues mehr und wird auch nicht als störend empfunden. Zudem verschwindet der Schluckauf wieder von allein. Willst Du Deinem Baby trotzdem helfen diese Hickser loszuwerden, kannst Du folgendes ausprobieren.

5 Tipps gegen Schluckauf beim Baby:

  1. Biete Deinem Kind etwas Flüssigkeit an. Meistens reicht dabei Wasser aus dem Fläschchen völlig aus. Du kannst es natürlich auch noch einmal kurz zum Stillen anlegen. Dein Baby sollte nach jedem Füttern in Ruhe, auf Deinem Arm ein richtiges Bäuerchen machen.
  2. Der Schluckauf lässt sich auch durch Entspannung vertreiben. Dafür suchst Du Dir mit Deinem Baby einen gemütlichen Platz und massierst zum Beispiel ganz sanft und langsam seine Fußsohlen, wiege es langsam in Deinen Armen oder streichle es am ganzen Körper.
  3. Da sich ein Schluckauf auch durch Kälte oder Temperaturschwankungen bilden kann, achte stets auf warme Kleidung (mehrere Teile übereinander) und montiere in der Nähe des Wickeltisches vielleicht eine Wärmelampe.
  4. Ein aufgewärmtes Kirschkernkissen für das Babybett kann ebenfalls helfen, damit sich das Zwerchfell beruhigt.
  5. Achte zudem unbedingt darauf, dass das Fläschchen immer die richtige Temperatur hat.

Tipp: Es klingt zwar etwas seltsam, doch wenn Du Deinem Baby ganz sanft ins Gesicht pustest, ändert sich sein Atemrhythmus – der Schluckauf ist bald vergessen.

Was Du auf keinen Fall tun darfst, wenn Dein Baby Schluckauf hat

Ganz wichtig ist, dass Du Dein Baby bei Schluckauf niemals so behandelst, wie es bei Erwachsenen üblich ist! Manche Vorgehensweisen wie zum Beispiel die Luft anzuhalten, ist bei Neugeborenen und Babys sowieso nicht möglich. Halte Deinem Kind deshalb niemals das Näschen zu oder ähnliches.

Ebenso ist Erschrecken grundsätzlich ein No-Go gegen einen Schluckauf bei Deinem Baby. Dies kann Angstzustände auslösen, die sich auf lange Zeit verfestigen können.

Helfen die bereist erwähnten sanften Tipps nicht, warte einfach ab – das Hicksen lässt von selber nach und verschwindet. Der Körper Deines Babys reguliert den Reflex meistens bereist nach wenigen Minuten selbst.

Fazit

Ein Schluckauf ist von Beginn der Schwangerschaft für Dein Kind Schutz und Training gleichermaßen. Keine Mutter muss sich Sorgen machen, wenn ihr Baby öfter einmal Hickser von sich gibt. Diese werden vom Körper Deines Kindes selbstständig geregelt und bedürfen keiner intensiven Behandlung.

Bild:

©photobac / bigstockphoto.com

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Hi, ich bin Hanna (32), Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau. Seit meiner Schwangerschaft habe ich mir viel Wissen über Schwangerschaft, Muttersein, Familie und Erziehung angeeignet. Dieses Wissen teile ich gern umsonst. Aktuell reise ich mit meiner Familie durch die Welt und führe ein Leben als "Digitale Mom".Hier erfährst Du mehr über mich.

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