Baby, Gesundheit & Pflege

Verklebte Augen beim Baby: Ursachen + Maßnahmen + Behandlung

Baby mit verklebte Augen

Viele Babys leiden in den ersten Wochen ihres Lebens unter verklebten Augen. Was sind die Ursachen – und was kann man dagegen tun?

Nicht wenige Babys, wenn nicht sogar nahezu alle, leiden in den ersten Wochen nach ihrer Geburt unter stark tränenden, trockenen oder verklebten Augen. Das liegt in erster Linie daran, dass die Tränendrüsen in dieser Zeit oft noch nicht vollends ausgebildet sind und/oder, dass sie noch nicht genug Tränenflüssigkeit produzieren. Nicht immer sind verklebte Augen beim Baby also ein Grund zur Sorge. Vollkommen unbeachtet lassen sollte man diese allerdings ebenfalls nicht.

Warum, fragst Du Dich? Zum Beispiel, weil verklebte Augen auch auf einen verklebten oder verstopften Tränengang hinweisen können. Und ein solcher muss unter Umständen behandelt oder gar durchstoßen werden. Aber, wann ist dies notwendig? Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Augen des Babys immer wieder verkleben? Und was kann man darüber hinaus tun, um dem Kind den Alltag dahingehend in den ersten Wochen zu erleichtern?

Was tun gegen verklebte Baby-Augen?

Abhilfe schafft stets eine hohe Luftfeuchtigkeit. Ist es draußen zu warm oder ist die Heizung aufgrund von Kälte hoch eingestellt, kann sich das ebenfalls negativ auf die Beschaffenheit der Augen auswirken. Heizungsluft neigt zum Beispiel auch bei uns Erwachsenen dazu, trockene Augen zu begünstigen. Unser Körper versucht, diesen durch eine erhöhte Tränenproduktion entgegenzuwirken. Das tut auch der Körper des Babys, sofern er dies bereits kann. Die Folge sind je nachdem also stark tränende Augen, wenn dies bereits der Fall ist, oder verklebte Augen mit leicht gelben Eiter, wenn die Tränenproduktion noch nicht vollkommen ausgereift sein sollte. Die Luftfeuchtigkeit lässt sich durch ein geregeltes Heizen und Lüften, aber auch durch Hilfsmittel wie feuchte Tücher oder Wasserschalen in Heizungsnähe verbessern.

Zudem hilft es dem Baby, wenn verklebte Augen regelmäßig gereinigt werden. Das sollte bestenfalls mit der Muttermilch geschehen. Diese tut dem Kind nämlich nicht nur als Nahrungsquelle gut, sondern weist entzündungshemmende und Eigenschaften auf, die die Wundheilung fördern. Letztere machen Deine Muttermilch übrigens nicht nur bei verklebten Augen zum „Wundermittel“, sondern zum Beispiel auch bei einem wunden Po.

Um die Muttermilch auf der Haut oder an den Augen anzuwenden, solltest Du ein Wattepad in dieser tränken und das Auge mit diesem gründlich auswischen. Du kannst die Augen Deines Babys aber auch nach dem Stillen mit Muttermilch benetzen, indem Du diese unter die noch tropfende Brust hältst. Aber: Um Entzündungen zu vermeiden, solltest Du Wattepads oder Tücher, mit denen Du die Augen Deines Babys gereinigt hast, niemals mehrmals benutzen.

Ein beliebtes Mittel aus der Naturheilkunde ist Augentrost, das in der Apotheke als Tropfen oder als Tee verfügbar ist. Die Tropfen können je nach Produkt pur oder unverdünnt zum Reinigen der Augen verwendet werden. Augentrost sollte bei Babys aber noch nicht verwendet werden. Der Tee kann nach Anweisung aufgekocht werden. Auch hier sollte man ein Wattepad nutzen, welches man im Tee tränkt. Stelle hier – vor allem bei der Verwendung von Tropfen – jedoch sicher, dass das von Dir gewählte Produkt auch für die Anwendung bei Babys geeignet ist. Nicht zu empfehlen sind hingegen oftmals empfohlene Hausmittel wie Umschläge mit Schwarztee oder Kamillentee, da Babys eine noch nicht bekannte Allergie gegen die Inhaltsstoffe vorweisen könnten.

Wann solltest Du wegen verklebten Augen zum Kinderarzt?

Meistens erledigt sich das Problem mit den verklebten Augen von selbst: Nämlich dann, wenn die Tränendrüsen einwandfrei funktionieren. Das kann aber durchaus 5 Monate oder länger dauern. Bis das der Fall ist, kannst Du aber zum Beispiel jederzeit die Produktion von Tränenflüssigkeit begünstigen, indem Du die Tränendrüsen massierst. Dazu legst Du am besten beide Daumen an die Nasenwurzel Deines Babys und übst etwas Druck auf diese Stelle aus. Gehe hierbei aber möglichst sanft und behutsam vor.

Natürlich sollte nichtsdestotrotz ein Kinderarzt zurate gezogen werden, wenn die Augen entzündet oder sichtlich gereizt sind. Ebenso solltest Du auf Nummer sicher gehen, wenn die Augen Deines Schatzes ständig zu trocken oder zu verklebt sind oder zu stark tränen. Es könnte nämlich auch eine Erkrankung wie eine Bindehautentzündung vorliegen, für die Säuglinge aufgrund der nach wie vor noch nicht gänzlich funktionstüchtigen Tränendrüsen recht anfällig sind. Darüber hinaus könnte aber auch eine Verstopfung oder Verklebung der Tränendrüse vorliegen. Beide Fälle müssen medizinisch behandelt werden, zum Beispiel mit Medikamenten oder aber dadurch, dass der verstopfte Kanal befreit wird.

Mein abschließendes Fazit zu Babys mit klebrigen Augen

Verklebte Augen sind bei Babys keine Seltenheit und demnach meistens kein Grund zur Sorge. Trotzdem sollte man den übergreifenden Zustand der Augen niemals außer Acht lassen und bei Rötungen oder Unsicherheiten stets den Kinderarzt konsultieren.

 


Bild: 

shurkin_son - bigstockphoto.com

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Hi, ich bin Hanna (32), Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau. Seit meiner Schwangerschaft habe ich mir viel Wissen über Schwangerschaft, Muttersein, Familie und Erziehung angeeignet. Dieses Wissen teile ich gern umsonst. Aktuell reise ich mit meiner Familie durch die Welt und führe ein Leben als "Digitale Mom".Hier erfährst Du mehr über mich.

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