Baby, Gesundheit & Pflege

Neugeborenenakne: Wirksame Maßnahmen bei Babyakne

Neugeborenenakne im Gesicht vom Baby

Bei Deinem Baby bilden sich kleine Pickelchen im Gesicht? Baby-Akne oder Neugeborenenakne ist zwar in der Regel harmlos, allerdings solltest Du trotzdem einige Dinge beachten!

Neugeborenenakne: Was bedeuten die Pickelchen?

Etwa jedes 5. Baby ist von einer Babyakne betroffen: Kurz nach der Geburt bilden sich im Gesicht des Kindes kleine rote Pusteln mit einem gelben Knötchen in der Mitte, die einer Akne vulgaris gleichen. Vermutlich liegt dann eine sogenannte Neugeborenenakne vor.

Aber ist diese Hautveränderung gefährlich und welche Ursachen sind dafür verantwortlich? Welche Maßnahmen können Eltern ergreifen, um dem Nachwuchs zu helfen? In den folgenden Zeilen habe ich für Dich alle wichtigen Informationen zur Neugeborenenakne zusammengefasst und erkläre Dir auch, was der Unterschied Neugeborenenakne (Babyakne) und Säuglingsakne ist.

Was ist eine Baby-Akne?

Bei einer Neugeborenenakne handelt es sich um eine vorübergehende Hautirritation, die bei Babys häufig in der dritten Lebenswoche auftritt. Sie ist auch unter den Bezeichnungen Baby-Akne, Acne neonatorum oder Neugeborenen-Exanthem bekannt.

Vor allem sprießen die Pickelchen dabei auf den Wangen, seltener können aber auch die Stirn, das Kinn oder der obere Brustkorb betroffen sein.

Etwa 20% aller Neugeborenen leiden unter dieser Hautirritation, wobei Jungen deutlich häufiger betroffen sind, als Mädchen. Im Gegensatz zu einer Säuglingsakne, die erst ab dem dritten Lebensmonat bei den Kindern auftritt, ist die Neugeborenenakne völlig harmlos und verschwindet von alleine genauso schnell wieder, wie sie auch gekommen ist.

Welche Ursachen liegen bei einer Neugeborenenakne vor?

Im Hinblick auf die Ursachen für die Baby-Akne ist sich die Wissenschaft bisher noch nicht ganz einig. Einige Experten gehen davon aus, dass sie hormonell bedingt auftritt, da das Kind nach der Geburt noch die mütterlichen Hormone in sich trägt, die über die Plazenta in den Blutkreislauf gelangen.

Auch Hormone, die auf die Talgdrüsen wirken, sind davon betroffen, sodass es zu einer stark veränderten Hormonkonzentration kommt. Die Folge ist eine Talg-Überproduktion, die wieder selbstständig abklingt, wenn der Hormonhaushalt des Babys wieder im Gleichgewicht ist.

Der Körper von Jungen tut sich schwerer damit, die mütterlichen Hormone zu regenerieren, wodurch es sich bei den betroffenen Kindern meist um Babys männlichen Geschlechts handelt.

Die Suche nach den Ursachen sind bislang noch nicht abgeschlossen, sodass die Wissenschaftler zu keinem eindeutigen Ergebnis kommen konnten.

Die Neugeborenenakne hat allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach nichts mit einer falschen Ernährung oder Pflege zu tun.

Vielmehr gehen einige US-Forscher davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen der Baby-Akne und Medikamenten geben muss, die die Mutter während der Schwangerschaft oder der Stillzeit eingenommen hat.

Darüber hinaus sind sich einige Experten einig darüber, dass die Hautveränderung auch durch äußere Reize verstärkt oder sogar hervorgerufen werden kann. Dazu gehört beispielsweise das Abreiben der empfindlichen Kinderhaut mit einem zu groben Handtuch oder die Benutzung falscher Reinigungsmittel (Waschmittel, Weichspüler, etc.).


Symptome einer Neugeborenenakne

Neben der Tatsache, dass die Neugeborenenakne in der dritten Lebenswoche auftritt, treten bei dieser Hautveränderung noch folgende Symptome bei Deinem Kind auf.

Anzeichen einer Neugeborenenakne:

  • An den Wangen bilden sich nicht entzündliche Pusteln mit einem kleinen gelblichen Knoten in der Mitte.
  • Die Pickelchen ähneln optisch den sogenannten „Mitessern“ (Komedonen).
  • Zunächst ist nur das Gesicht Deines Babys betroffen. Später können sich die Pickel auf den gesamten Körper ausbreiten.
  • Dein Kind empfindet weder Juckreiz noch Schmerzen

Die Hautkrankheit kann auch äußerst stark ausgeprägt sein, wovon Du Dich allerdings nicht verunsichern lassen solltest. Der Ausschlag tritt in einer Phase auf, in der Dein Kind einen von insgesamt 8 Entwicklungsschüben durchmacht.

Nach maximal drei Monaten verschwindet die Neugeborenenakne von alleine wieder und es bleiben keine Narben bei Deinem Baby zurück.

Die Behandlung einer Neugeborenenakne

In der Regel ist bei einer Neugeborenenakne eine Behandlung nicht zwangsläufig erforderlich, allerdings kannst Du den natürlichen Heilungsprozess unterstützen.

  • Milchreste, Speichel und Co. solltest Du bei Deinem Baby immer mit einem sauberen Tuch entfernen.
  • Reinige die Haut am besten ausschließlich mit lauwarmem Wasser.
  • Verzichte dabei auf ein zu starkes Reiben, denn die Haut Deines Kindes ist besonders in den ersten Lebensmonaten noch sehr empfindlich.
  • Nutze Cremes und Lotionen nur sehr sparsam und versuche bloß nicht, die kleinen Pickelchen auszudrücken. Hierdurch kann es schnell zu Entzündungen kommen und es führt außerdem in der Regel zu einer unschönen Narbenbildung.

Auch Aknemittel, die für Teenager hergestellt wurden, sind vollkommen ungeeignet, denn sie schaden der zarten Babyhaut mehr, als sie ihr helfen können. Du musst Dich jetzt vielmehr gedulden, denn in diesem Fall ist Abwarten die beste Therapie.

Auch wenn es ohnehin selbstverständlich ist, dass Dein Kind keinen Zigarettenrauch abbekommen sollte, so gilt dies insbesondere bei Hautproblemen.

Baby Mit Handschuhe Als Schutz Bei Neugeborenenakne
Um bei akuter Neugeborenenakne das Aufkratzen der Pickel im Gesicht zu verhindern, bekommen Babys mit starkem Juckreiz Handschuhe übergezogen.

Zudem solltest Du darauf achten, das Dein Kind nicht selbst an den Pusteln kratzt, denn unter Umständen kann das auch dann passieren, wenn die betroffenen Stellen eigentlich nicht jucken. Du kannst Deinem Baby im Zweifelsfall Handschuhe überziehen, wenn Du es nicht ständig selbst im Blick hast.

Die Symptome können sich durch starkes Schwitzen außerdem verstärken, sodass Du Dein Baby nicht zu warm anziehen solltest. Auch eine gut gelüftete Wohnung, in der ein gutes Raumklima vorherrscht, trägt dazu bei, dass sich Dein Kind wohler fühlt.

Mein Baby hat Pickel auf dem Gesicht, Hals und Stirn – Wann muss ich zum Arzt?

Ein Arztbesuch ist bei Neugeborenenakne in der Regel nicht notwendig, es sei denn, die Symptome verschlimmern sich zusehends. Auch wenn Du Dir unsicher bist, wie Du die Haut am besten pflegen kannst oder wenn Du anderweitige Informationen haben willst, bist Du beim Kinderarzt richtig. Vielleicht kannst Du aber auch Deine Nachsorgehebamme um Rat fragen.

Vorsicht bei Säuglingsakne

Was ist der Unterschied zwischen Säuglingsakne und Neugeborenenakne?

Bei einer Säuglingsakne handelt es sich nicht um eine Baby-Akne. Auch wenn beide Hauterkrankungen rein äußerlich gleich aussehen, ist die Säuglingsakne doch oft behandlungsbedürftig.

Für Dich als Elternteil sind die beiden Erkrankungen allerdings relativ gut zu unterscheiden: Die Neugeborenenakne tritt bereits in der dritten Lebenswoche auf, die Säuglingsakne hingegen erst zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat.

Ursachen der Säuglingsakne

Die Ursachen für die Säuglingsakne sind ebenso ungeklärt, wie diejenigen, die für die Entstehung der Baby-Akne infrage kommen. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Säuglingsakne erblich bedingt auftritt, sodass das Kind meist auch in der Pubertät mit Akne zu kämpfen hat.

Folgen

Im Gegensatz zur Baby-Akne kann diese Hauterkrankung stark jucken und brennen. Darüber hinaus hält sie meist recht lange an und es können bis zu zwei Jahre vergehen, bis sich die Haut des Babys wieder vollständig erholt hat. Darüber hinaus kratzen sich die Kinder meist unbewusst, sodass es zur Entstehung von Narben kommt.

Wenn Du vermutest, dass Dein Kind unter einer Säuglingsakne leidet, solltest Du unbedingt Rücksprache mit dem Kinderarzt halten. Er kann Dir sagen, wie sich der Juckreiz mildern lässt und was Du gegen Entzündungen un kannst.

Behandlung und Maßnahmen

In vielen Fällen reicht eine lokale Behandlung der Säuglingsakne aus, allerdings kann es auch sein, dass ein Antibiotikum notwendig ist. Von einer Selbsttherapie ist auf jeden Fall abzuraten.

Um für Linderung der juckenden Hautstellen zu sorgen, solltest Du die Haut immer trocken halten. Auf zu viel Öl oder parfümierte Pflegeprodukte solltest Du bei der Babypflege komplett verzichten und auch Cremes können die Poren schnell verstopfen.

Viele Hebammen empfehlen, die betroffenen Hautpartien mit Muttermilch abzutupfen, da dies den Juckreiz maßgeblich lindert.

Auch eine Mischung aus Ringelblumentinktur (2 Esslöffel) und kaltem, abgekochtem Wasser helfen bei Entzündungen und starkem Juckreiz.

 


Bilder:

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Hi, ich bin Hanna (32), Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau. Seit meiner Schwangerschaft habe ich mir viel Wissen über Schwangerschaft, Muttersein, Familie und Erziehung angeeignet. Dieses Wissen teile ich gern umsonst. Aktuell reise ich mit meiner Familie durch die Welt und führe ein Leben als "Digitale Mom".Hier erfährst Du mehr über mich.

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