Baby, Gesundheit & Pflege

Mundgeruch beim Baby: Ursachen + Maßnahmen + Behandlung

Mundgeruch beim Baby: Ursachen + Maßnahmen + Behandlung

Babys riechen so gut … naja, zumindest meistens. Denn was, wenn das Baby unangenehm aus dem Mund riecht?

Babys sind auch nur Menschen. Das bedeutet, dass sie ebenso von den gleichen Beschwerden oder von unangenehmen Gerüchen geplagt werden können, wie wir Erwachsenen. Mundgeruch ist einer dieser Gerüche, der uns neben dem Windelgeruch beim Baby auf kurz oder lang auch mal unangenehm auffallen wird. Meistens ist dieser eher süßlich und fällt nur bedingt auf.

Der Mundgeruch kann beim Baby allerdings auch ganz andere Ausmaße annehmen; und demnach auch gesundheitliche Ursachen haben.

Wird der Mundgeruch zum Beispiel zu stark oder zu beißend und kommen Symptome einer Krankheit hinzu, etwa Bauchschmerzen oder eine Nahrungsverweigerung des Kindes, sollte umgehend ein Kinderarzt zurate gezogen werden. Die Liste der Ursachen, die Mundgeruch bei den Kleinsten zugrundeliegen können, ist nämlich lang. Und die Ursache bestimmt sowohl die Brisanz der Lage als auch die Methoden und Behandlungsmöglichkeiten des Mundgeruchs.

Ursachen für Mundgeruch beim Baby

Eine der häufigsten Ursachen für Mundgeruch beim Baby ist das Aufstoßen nach der Nahrungsaufnahme. Vor allem bei sogenannten Spuckkindern wird oft ein säuerlicher Mundgeruch verzeichnet – da es in diesem Fall in erster Linie die halb verdaute Milch ist, die wir riechen. Aber, in diesem Fall musst Du Dir normalerweise nicht allzu viele Gedanken machen. Ein säuerlicher oder leicht süßlicher Mundgeruch ist in diesem Fall weitestgehend normal. Bei Unsicherheiten kannst und solltest Du aber die Hebamme oder den Kinderarzt Deines Vertrauens zurate ziehen.

Das ist vor allem deshalb ratsam, weil Mundgeruch ebenso ernstere Ursachen haben könnte. Ein weiterer Grund ist zum Beispiel das Zahnen. Das Zahnen geht meistens mit einer ganzen Reihe von Beschwerden und Symptomen einher, die sehr deutlich auf dieses schließen lassen: etwa Fieber beim Zahnen oder ein merkliches Unwohlsein des Babys.

Nicht immer ist Mundgeruch beim Zahnen etwas Schlechtes. Meist rührt dieser von der höheren Speichelproduktion her. Da jedoch stets auch eine Entzündung des Zahnfleisches vorliegen könnte, die Deinem Schatz weiter zusetzt, solltest Du unbedingt den Kinderarzt zurateziehen. Dieser kann entscheiden, ob eine medikamentöse Behandlung erfolgen sollte oder nicht.

Krankheiten als Ursache, wenn das Baby unangenehm aus dem Mund riecht

Eine weitere Ursache könnte ein Mundsoor (ein Pilzbefall des Mundes) sein. Da das Immunsystem des Babys meistens noch nicht besonders gut ausgebildet ist, kommt dieser bei den Kleinsten von uns gar nicht mal so selten vor. Einen Soor kannst Du meistens sehr gut an einem weißlichen Belag auf der Zunge oder im Mundraum Deines Babys erkennen. Dieser sollte jedoch nicht mit dem typischen Milchbelag nach dem Stillen verwechselt werden.

Prägnant ist, dass dieser Belag sich meistens nicht einfach so fortwischen lässt oder, dass er die Zunge mit blutigen Stellen zurücklässt. Auch in diesem Fall ist der Gang zum Arzt unerlässlich. Ein Soor muss nämlich ebenfalls medikamentös behandelt werden. Und: Dein Baby kann Dich ebenso mit einem Soor anstecken wie Du Dein Baby. Fühlen sich Deine Brustwarzen also sehr sensibel an oder findet sich auch hier ein verdächtiger Belag? So oder so müsst ihr beide behandelt werden, sei es auch nur vorbeugend, wenn ein Soorbefall vorliegt.

Weitere Ursachen für Mundgeruch beim Baby könnten aber auch „tieferliegende“ Gründe haben. Sowohl Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes als auch des Halses können sich ebenfalls durch einen schlechten Geruch aus dem Mund äußern.

Riecht der Atem Deines Schatzes hingegen nach Aceton, also wie Nagellack, könnte sogar Diabetes hinter diesem stecken. Auch hier heißt die Devise also erst einmal: Ab zum Kinderarzt, damit dieser den Ernst der Lage abschätzen und umgehend eine medizinische Behandlung beginnen kann, wenn diese notwendig sein sollte.

Mundgeruch beim Baby „behandeln“

In den meisten Fällen verschwindet harmloser Mundgeruch, der beispielsweise durch eine bestimmte Speise ausgelöst wurde, wieder. Vor allem bei vorübergehendem Mundgeruch solltest Du Dir also nicht sofort den Kopf zerbrechen. Allerdings solltest Du hellhörig werden und handeln, wenn Mundgeruch beim Baby zwar stets nur kurz, aber immer wieder auftritt. Versuche Dir in diesem Fall zu merken, in welchen Situationen oder nach dem Verzehr von welchen Lebensmitteln der Mundgeruch auftritt. Das könnte dem behandelnden Kinderarzt im Zweifelsfall bei der Findung einer Diagnose helfen.

Liegt keine ernsthafte Ursache vor, kann der Mundgeruch meistens auf sehr einfache und dennoch effektive Art und Weise behandelt werden. Ist beispielsweise das „Zahnen“ schuld, kann der Einsatz einer geeigneten Zahnbürste und Zahnpasta nicht nur geruchliche Abhilfe schaffen. Er ist sogar darüber hinaus empfehlenswert, um die Zähne direkt von Anfang an zu hegen und zu pflegen. Tust Du dies nicht, könnte der üble Geruch nämlich durchaus auch von einem Kariesbefall an den gerade erst „neuen“ Zähnen kommen. Und: Auch die Zunge kann und sollte gründlich geputzt werden, um störenden und übel riechenden Belag zu entfernen.

Tritt der Geruch hingegen verstärkt nach dem Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln auf und wird eventuell von Symptomen wie Magenbeschwerden begleitet, könnte eine Lebensmittelunverträglichkeit vorliegen. Wurde dieses ärztlich abgeklärt, kann oder sollte man je nach vorliegendem Fall den Ernährungsplan des Kindes umstellen.

Von der Gabe von „Hilfsmitteln“ wie Pfefferminzbonbons und Co. solltest Du, der Gesundheit und dem Wohlbefinden Deines Babys zuliebe, jedoch unbedingt absehen. Meistens sind Mittel wie diese viel zu scharf oder zu stark für den sensiblen Magen Deines kleinen Lieblings.


Baby hat Mundgeruch – Das abschließende Fazit

Mundgeruch beim Baby kann ernste Gründe haben, das muss er aber nicht, Babys riechen nämlich nicht immer süß und rosig. Aber: Wenn Du Dir unsicher bist, frag lieber einmal zu oft als einmal zu wenig den Arzt oder die Hebamme Deines Vertrauens um Rat.


Bild: 

@ Yastremska - bigstockphoto.com

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Hi, ich bin Hanna (32), Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau. Seit meiner Schwangerschaft habe ich mir viel Wissen über Schwangerschaft, Muttersein, Familie und Erziehung angeeignet. Dieses Wissen teile ich gern umsonst. Aktuell reise ich mit meiner Familie durch die Welt und führe ein Leben als "Digitale Mom".Hier erfährst Du mehr über mich.

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