Baby, Gesundheit & Pflege

Feuchttücher selber machen: 5 Methoden für eine Chemie-freie Po-Reinigung

Feuchttücher selber machen: 5 Methoden für eine Chemie-freie Po-Reinigung

Manchmal kann es passieren, dass Dein Baby sehr empfindlich auf einige Reinigungsprodukte reagiert. Der Baby-Popo ist dann ganz rot und die Haut gereizt. Dies kann viele verschiedene Gründe und Ursachen haben. In vielen Fällen liegt es aber genau an den Produkten, die Du beim Wickeln verwendest und die ständig mit der Haut Deines Babys in Berührung kommen. Sehr oft sind die Übeltäter die gekauften Feuchttücher. Nicht ohne Grund warnen fast alle Hebammen davor, solche zu verwenden – auch wenn sie praktisch sind.

Denn feuchte Wischtücher aus der Drogerie oder dem Supermarkt sind natürlich eine praktische Erfindung, da sie kein fließendes Wasser benötigen und einfach zu benutzen sind. Besonders unterwegs kannst Du Dir wahrscheinlich die kleinen Helfer kaum mehr wegdenken, aber sie sind industriell hergestellt und enthalten Parfüme und andere chemische Inhaltsstoffe!

Deshalb möchte ich Dir gerne zeigen, warum es sich lohnt, selbstgemachte Feuchttücher zu benutzen und welche Möglichkeiten es gibt, diese ohne viel Aufwand selbst herzustellen. Das Beste daran? Alles, was Du dafür brauchst, hast Du sehr wahrscheinlich sogar schon zuhause.

Vorteile und Gründe für selbstgemachte Feuchttücher

Warum soll ich Feuchttücher selbst herstellen?

Viele Kinderärzte und Hebammen empfehlen jungen Eltern generell, keine Feuchttücher zu benutzen. Auch immer mehr größere Portale empfehlen zum Thema Babypflege, den Intimbereich des Kindes nur mit dem Waschlappen und warmem Wasser zu reinigen und verweisen zumindest darauf, dass in Feuchttüchern problematische Stoffe enthalten sein können. Mit dem Verzicht auf industriell hergestellte Feuchttücher kommt es erst gar nicht zu Reizungen. Diese Methode ist auch vollkommen hygienisch, aber leider oft nicht möglich oder zu aufwendig, wenn es schnell gehen muss. Um trotzdem eine schonende Reinigung gewährleisten zu können, helfen selbstgemachte Feuchttücher hier bestens aus.

Interessant ist auch, dass der im Urin enthaltene Hautpflegestoff Urea gerne auch in verschiedenen Hautpflegeprodukten enthalten ist. Dies bedeutet, dass es im Grunde genommen reicht, die Haut Deines Babys einfach trocken zu tupfen. Der Urin eines Menschen ist nämlich von Natur aus fast steril. Natürlich sieht dies bei einem großen Geschäft anders aus.

Wenn Du trotzdem gerne den Komfort von Feuchttüchern nutzen möchtest oder viel unterwegs bist, kannst Du diese ganz einfach selbst machen. Feuchttücher selbst herzustellen mag vielleicht etwas kompliziert klingen, ist im Endeffekt aber einfacher und geht schneller, als Du denkst.

Der wohl größte Vorteil von selbstgemachten Feuchttüchern ist, dass Du weißt, was drin ist. Du bestimmst, wie Du die Feuchttücher machst und welche Inhaltstoffe enthalten sind. In der Regel verwendest Du dafür dann natürliche Inhaltsstoffe, wie etwa Olivenöl oder Kokosöl.

Nachteile von gekauften Feuchttüchern

Warum kann ein herkömmliches Feuchttuch schlecht für mein Baby sein?

Du fragst Dich jetzt vielleicht, was denn überhaupt gegen gekaufte Feuchttücher spricht? Auch, wenn der Komfort viele überzeugt, solltest Du genauer hinsehen, denn:

  • Industriell hergestellte Feuchttücher enthalten fragwürdige Inhaltsstoffe und sollten nicht mit der Schleimhaut in Kontakt kommen.
  • Sind Wegschmeißprodukte, die Kosten und Müll verursachen.

Denn um die Feuchttücher geschmeidig und feucht zu halten, geben die meisten Unternehmen verschiedene Zusatzstoffe und Konservierungsmittel zu den Feuchttüchern. Eines dieser Mittel ist Polyaminopropyl Biguanide, der sogar als Gefahrstoff eingestuft wurde und schon seit einigen Jahren in der Kosmetik verboten wurde.

Auch Phenoxyethanol findest Du oft unter den Inhaltsstoffen, das wegen seiner toxischen Wirkung bekannt ist. Außerdem sind meist auch Duftstoffe, Parabene, Alkohol oder Tenside enthalten.

Meine Meinung: Keines dieses Inhaltsstoffe sollte in den Intimbereich Deines Babys gelangen!

Erschreckend ist auch, dass davor gewarnt wird, die gekauften Feuchttücher an den Schleimhäuten zu verwenden. Dies ist allerdings beim Wickeln unvermeidbar.

Auch der Preis und die Kosten spielen eine große Rolle. Wenn Du Feuchttücher bei jedem Wechsel der Windeln verwendest, häuft sich da auf die Jahre gesehen eine beachtliche Summe an.

Neben der Verträglichkeit und den Kosten spielen die Mülltrennung und die Nachhaltigkeit eine große Rolle. Feuchttücher werden oft falsch entsorgt und belasten auch die Umwelt, obwohl dies nicht sein müsste.

Natürliche Alternativen zu gekauften Feuchttüchern

Es gibt einige Alternativen, die Du verwenden kannst und die natürlich sind und so die Haut Deines Babys schonen:

  • Wasser und Waschlappen bzw. zurecht geschnittene Handtücher
  • Baby-Po abduschen
  • Feuchttücher selbst herstellen

Wasser und Waschlappen

Diese Methode ist altbewährt und überzeugt viele Eltern mit ihrer Simplizität. Du kannst einfach eine Schale mit (warmem) Wasser und einen Waschlappen neben den Wickeltisch stellen und so den Po Deines Babys säubern. Als Alternative zu dem Waschlappen kannst Du natürlich auch einfach ein trockenes Kosmetiktuch oder eine Küchenrolle verwenden. Falls Du Geld sparen möchtest, gibt es immer noch die Möglichkeit, Stoffreste alter Kleidung, ein Geschirrtuch oder ein zurecht geschnittenes Handtuch zu verwenden und diese anschließend in der Waschmaschine zu waschen.

Wenn Du stets warmes Wasser und damit einen warmen Waschlappen haben möchtest, sollte Dein Wickeltisch entweder neben dem Waschbecken stehen, oder Du nutzt eine Thermoskanne, um das Wasser warm zu halten.

Wenn Du unterwegs bist, kannst Du ganz einfach eine Sprühflasche mit abgekochtem Wasser verwenden, um die Tücher zu befeuchten. Du kannst hier sogar Lavendel- oder Kokosöl beimischen, um eine antibakteriell Wirkung zu erzielen.

Baby-Po direkt unters Wasser

Diese Variante überzeugt dadurch, dass sie so schnell ist. Besonders zu Hause funktioniert dies reibungslos und ohne Probleme. Da Du Dein Baby sowieso schon ausgezogen hast, kannst Du den Po einfach direkt unter das Wasser halten, reinigen und danach sanft trocken tupfen. Natürlich musst Du dabei darauf achten, dass Du das Kind gut festhältst.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Feuchttücher auch einfach selbst herzustellen.

5 Anleitungen für selbstgemachte Feuchttücher

Wie kann ich Feuchttücher selbst herstellen?

Hast Du schon einmal probiert, Feuchttücher selbst herzustellen? Es gibt mehrere Varianten, die Du ausprobieren kannst. Nutze doch einfach die, die für Dich am sinnvollsten und einfachsten ist.

In der Regel solltest Du keine Probleme dabei haben. Manchmal bedarf es aber mehreren Versuchen, bevor man eine langfristige Erfolgsmethode gefunden hat.

Generell ist es wichtig, dass die Feuchttücher:

  • schnell herzustellen,
  • einfach abzureißen
  • und angenehm zu verwenden sind.

Achte aber besonders darauf, dass alle verwendeten Öle und ähnliches biologisch hergestellt wurden und von hoher Qualität sind. Die meisten Inhaltsstoffe zur Herstellung hast Du aber wahrscheinlich schon zuhause.

Variante 1 – Olivenöl in der Plastikbox

Was Du brauchst:

  • 1 EL Olivenöl
  • 1 EL Baby Duschbad
  • Feuchttuchbox aus dem Geschäft oder eine andere passende Tupper-Box
  • eine Küchenrolle (Zewa oder Plenty sind besonders stabil) oder Windelvlies
  • 250 ml abgekochtes oder destilliertes Wasser

Wie es funktioniert:

  1. Zuerst solltest Du die Küchenrolle halbieren, um eine geeignete Größe für die Feuchttücher zu haben. Dies ist leichter, wenn Du ein sehr scharfes Messer verwendest. Windelvlies hat meist schon die richtige Breite.
  2. Danach kannst Du die Tücher abrollen und gefaltet in die vorbereitete Box geben. Du kannst die einzelnen Tücher entweder schon abreißen und übereinanderlegen oder die Rolle einfach im Z-Muster in die Box falten. Dies ermöglicht Dir, die Tücher einfach wie bei gekauften Feuchttüchern nacheinander hochzuziehen und dann abzureißen.
  3. Als nächstes kannst Du die Flüssigkeit zubereiten. Dazu nimmst Du das abgekochte Wasser und mischt es mit dem Öl und dem Duschgel. Am besten verwendest Du dafür einen Schneebesen oder eine Gabel.
  4. Zu guter letzt schüttest Du die Flüssigkeit einfach gleichmäßig über die Tücher in die Box und lässt die Mischung mindestens zwei Stunden einziehen, bevor Du die selbstgemachten Feuchttücher verwendest. Du kannst sie auch über Nacht ziehen lassen.

Variante 2 – Kokosöl in der Plastikbox

Was Du brauchst:

  • 250 ml abgekochtes oder destilliertes Wasser
  • ein gehäufter EL Koksöl
  • einen Tropfen Lavendelöl (optional)
  • Küchenrolle oder Windelvlies

Wie es funktioniert:

Diese Variante funktioniert genau wie die erste Variante mit dem Olivenöl.

  1. Am besten legst Du eine halbierte Küchenrolle in eine entsprechende Box und gießt die angerührte Mischung aus Wasser und Ölen darüber.
  2. Danach lässt Du das Ganze für einige Stunden ziehen.

Variante 3 – Mandelöl im Einmachglas

Was Du brauchst:

  • eine Rolle Küchentücher oder Windelvlies
  • ein Einmachglas
  • 230 ml abgekochtes oder destilliertes Wasser
  • 2-3 EL Mandelöl
  • 2 Tropfen eines ätherischen Öls (optional)

Wie es funktioniert:

Wenn Du die selbstgemachten Feuchttücher gerne in einem Glas, anstatt in einer Plastikbox aufbewahrst, ist diese Variante genau das Richtige für Dich.

  1. Schneide die Küchenrolle auf die entsprechende Größe des Glases zu, sodass diese darin stehen kann.
  2. Rühre das abgekochte Wasser, das Mandelöl und das ätherische Öl zu einer Flüssigkeit an und gieße sie über die Küchenrolle im Glas.
  3. Danach lässt sich die Papprolle einfach entfernen. Die Tücher saugen sich dann über mehrere Stunden hinweg an.
  4. Um ein Austrocken und gleichzeitig ein Müffeln zu verhindern, schließe den Deckel des Glases nie ganz, sondern lege ihn nur darauf.
  5. Danach kannst Du die Tücher einfach von der Mitte aus herausziehen und verwenden.

Variante 4 – Wiederverwendbare Feuchttücher

Um die selbstgemachten Feuchttücher wiederverwendbar zu machen, benötigst Du zuerst einen saugfähigen Stoff. Dazu kannst Du zum Beispiel alte T-Shirts verwenden, die Du in entsprechende Formen schneidest oder alte Geschirrtücher.

Was Du brauchst:

  • 500 ml abgekochtes oder destilliertes Wasser
  • einen TL Kokosöl, Sonnenblumenöl oder Calendulaöl
  • Stofffetzen

Wie es funktioniert:

  1. Rühre alle Inhaltsstoffe zu einer Mischung zusammen.
  2. Gib die Stoff-Fetzen in eine Dose oder ein Glas und gieße die Mischung darüber.
  3. Nachdem Du das Tuch dann benutzt hast, kannst Du es ganz einfach waschen und später wiederverwenden. Dies schont die Umwelt und Deinen Geldbeutel.

Variante 5 – Desinfizierende Tücher für die Hände

Desinfektionsmittel sind im Alltag in der Regel nicht notwendig. Manchmal ist es aber angenehm, unterwegs die Hände Deines Kindes zu reinigen, bevor es beispielsweise etwas isst. Auch, wenn ein Familienmitglied krank ist, solltest Du lieber auf Nummer sicher gehen und die Hygienemaßnahmen verstärken. Desinfizierende Tücher kannst Du auch einfach selbst herstellen.

Was Du brauchst:

  • 250 ml 40%-igen Alkohol (wie etwa Wodka)
  • 250 ml Wasser
  • einen EL Glyzerin (aus der Apotheke)
  • einen EL Aloe-Vera-Gel
  • circa 30 Tropfen Lavendelöl (optional)

Wie es funktioniert:

  1. Mische einfach all diese Inhaltstoffe zusammen, um eine reinigende und desinfizierende Wirkung zu erzielen. Der Alkohol desinfiziert, das Glyzerin bindet alle Stoffe zusammen, das Aloe Vera pflegt die Haut und das Lavendelöl hat ebenfalls eine desinfizierende Wirkung.
  2. Die getränkten Tücher sind mehrere Wochen haltbar und perfekt für unterwegs. Du kannst diese Mischung sogar als Feuchttuch verwenden, indem Du sie einfach auf ein Toilettenpapier sprühst.

Aufbewahrung

Wie hebe ich die selbstproduzierten Feuchttücher am besten auf?

Die meisten dieser Varianten sind perfekt für daheim. Was aber, wenn Du unterwegs bist? Kannst Du die Feuchttücher auch einfach mitnehmen?

Die Haltbarkeit der selbstgemachten Feuchttücher ist in der Regel kürzer, als die gekauften Tücher, da keine Konservierungsmittel enthalten sind. Hierbei ist zu beachten, dass bei verschlossenen Gefäßen die Tücher oft zu riechen beginnen. Es muss ständig Luft daran gelangen.

Wenn Du eine spezielle Feuchttuchbox verwendest, ist dies für Dich kein Problem. Diese haben nämlich eine Öffnung, aus der Du die Tücher ziehen kannst und die nie luftdicht verschlossen werden kann. Ganz offen sollte man die Boxen oder Gläser aber auch nicht lassen, da die Feuchttücher sonst sehr schnell austrocknen können.

Wie lange halten die DIY Feuchttücher?

Generell kann man sagen, dass die selbstgemachten Feuchttücher circa 7 bis 10 Tage lang haltbar sind.

Hier ist der Geruch entscheidend. Wenn die Tücher nicht zu riechen beginnen, kann man sie ohne schlechtes Gewissen verwenden. In den meisten Fällen kommt es aber sowieso nicht zu diesem Punkt, da sie schnell aufgebraucht sind.

Transport

Wie kann man die Feuchttücher am besten unterwegs mitnehmen?

Man kann die selbstgemachten Feuchttücher auch mitnehmen und unterwegs verwenden. Dazu kann man sie einfach in eine verschließbare Plastikbox oder ein Gefäß aus Glas mit Deckel geben.

Entsorgung

Wie entsorge ich die benutzten Feuchttücher richtig und umweltschonend?

Wenn man die Verpackung der Feuchttücher nicht richtig schließt und die ersten Tücher austrocken und da Du bei der Reinigung Deines Babys meist mehrere Tücher verwendest, kommt meist sehr viel Müll zusammen.

Es ist ratsam, die benutzten Feuchttücher einfach in einem Wäschenetz zu sammeln und dann mit beispielsweise Stoffwindeln zu waschen, bevor Du sie wiederverwendest. Dies schont die Umwelt und Du kannst sie einige Male verwenden, bevor sie endgültig zu Müll werden.

Gebrauchte Küchenrollen können in den Restmüll, auf keinen Fall aber in die Papiertonne. Die selbstgemachten Feuchttücher sind am besten im Restmüll aufgehoben, da sie Öle enthalten, die ebenso nicht ideal für die Abwasserrohre sind.

Gekaufte Feuchttücher richtig entsorgen
Gekaufte Feuchttücher werden leider trotz der Warnhinweise oft einfach in der Toilette entsorgt. Dies verstopft aber Abwasserrohre und die Kanalisation. Feuchttücher sind nämlich in den meisten Fällen nicht biologisch abbaubar. Im Gegensatz zu Toilettenpapier zersetzen sich Feuchttücher nicht. Entsorge gekaufte Feuchttücher daher immer im Restmüll.

Welche Nachteile haben selbstgemachte Feuchttücher?

Der wohl größte Nachteil der selbstgemachten Feuchttücher gegenüber den gekauften Varianten ist, dass die Haltbarkeit vergleichsweise kurz ist. Nach circa einer Woche beginnen sie, unangenehm zu riechen.

Besonders, wenn man in den Urlaub fährt oder für längere Zeit von daheim weg ist, kann es schwer sein, Feuchttücher selbst zu machen. Auch der Transport ist manchmal etwas kniffelig.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass es schon sehr viele Alternativen zu den herkömmlichen Feuchttüchern gibt. So ersetzen WaterWipes oder Öl-Tücher die chemischen Inhaltsstoffe mancher Feuchttücher, was die eigene Herstellung überflüssig machen kann.

Letztendlich musst Du selbst entscheiden, ob Dir dieser Aufwand wert ist oder ob Du lieber auf die Alternativen zurückgreifst.

Meine Meinung: Water Wipes und Öl-Feuchttücher sind gut, wenn Du nur auf die Gesundheit Deines Babys Wert legst, eine Müllvermeidung sind sie allerdings nicht. Ganz frei von chemischen Inhaltsstoffen sind auch Öltücher nicht. 

Keine Besserung trotz selbstgemachter Feuchttücher?

Warum hat mein Baby immer noch einen wunden, gereizten Po?

In manchen Fällen liegt das Problem aber nicht bei den Feuchttüchern. Selbst, wenn Du diese selbst hergestellt hast und seit längerer Zeit verwendest, kann es immer noch zu Rötungen und empfindlicher Haut kommen.

Vielleicht sind dann die Inhaltsstoffe der Windel oder anderer Reinigungsprodukte schuld. Deshalb würde ich empfehlen, auf Alternativen umzusteigen.

  • Stoffwindeln statt Wegwerf-Windeln
  • Baden ohne Badezusatz, maximal mit Muttermilch oder natürlichem Öl
  • Haare nicht mit Shampoo waschen
  • auf Cremes und andere Hautpflegeprodukte für Babys verzichten

Stoffwindeln

Stoffwindeln sind eine wunderbare Möglichkeit, die Umwelt zu schonen und Geld zu sparen. Diese sind meist sehr weich, angenehm für Dein Baby, atmungsaktiv, und vor allem frei von unnötigen Giftstoffen. Man muss sich keine Gedanken über versteckte Chemikalien zu machen.

Das Material ist natürlich kuschlig und sanft zur Haut. Sie lösen außerdem weniger allergische Reaktionen aus, als herkömmliche Einwegwindeln.

Stoffwindeln sind ideal für Babys mit empfindlicher Haut und beugen einem wunden Po vor. Wenn Du vollkommen auf Plastik verzichten möchtest, eignet sich eine Überhose aus Wolle perfekt.

Zusätzlich enthalten Stoffwindeln keine unnötigen Superabsorber, die ebenso austrocknend und damit reizend auf die Haut wirken können. Alles in allem sind sie einen Versuch wert. Ich selber nutze bei meinen beiden Jungs nur Stoffwindeln und kann sie uneingeschränkt empfehlen. Mit einem wunden Po hatten wir nie zu tun.

Windelvlies

Eine ebenso interessante Möglichkeit für ein nachhaltigeres Wickeln sind Windelvlies, die die Stoffwindeln ideal ergänzen und dessen Nachteile komplett ausgleichen. Oft schrecken Eltern nämlich vor Stoffwindeln zurück, weil der Reinigungsaufwand höher ist. Windelvlies bieten hier die perfekte Lösung, denn diese dünne Schicht legst Du einfach zwischen Baby und Windel. Sie fängt das große Geschäft auf und Du kannst es in der Toilette entsorgen.

Windelvlies ist preisgünstig, sanft zu der Babyhaut, reißfest und angenehm weich. Diese Windeleinlage erleichtert Dir die Nutzung der Stoffwindeln enorm. Nach der Nutzung kannst Du sie einfach wegwerfen, manche sogar in der Toilette hinunterspülen. Nach dem kleinen Geschäft kannst Du sie meist noch einmal waschen und verwenden, bevor das Vlies zerfällt. Manche Produkte sind 100% biologisch abbaubar. Man kann diese Einlagen aber nicht nur für die Windel verwenden. Du kannst sie als praktische Allrounder nutzen und beispielsweise als Reinigungstuch verwenden. Sie sind auch die perfekte Grundlage für eine der oben erwähnten Reinigungsmischungen.

Fazit

Neben dem altbewährten nassen Waschlappen, die ich übrigens auch benutze, gibt es mittlerweile viele Alternativen zu den gekauften Feuchttüchern. Traditionelle Tücher haben nämlich einige Nachteile, auf die Du leicht verzichten kannst. Die vielen schädlichen Inhaltsstoffe und die unnötige Umweltbelastung sind nur zwei Gründe, warum Du Feuchttücher lieber selbst machen solltest.

Wenn Du Dich nun dazu entscheidest, Feuchttücher selbst zu machen, schonst Du damit die Umwelt, Deinen Geldbeutel und vor allem den Popo Deines Babys. Besonders die wiederverwendbaren Varianten sind ideal, da man sie einfach nur waschen muss. Es ist einfach, schnell und sinnvoll. Probiere es doch einmal selbst aus.


Bild:  stock.adobe.com – ©apichart609 /120196947

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Hi, ich bin Hanna (32), Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau. Seit meiner Schwangerschaft habe ich mir viel Wissen über Schwangerschaft, Muttersein, Familie und Erziehung angeeignet. Dieses Wissen teile ich gern umsonst. Aktuell reise ich mit meiner Familie durch die Welt und führe ein Leben als "Digitale Mom".Hier erfährst Du mehr über mich.

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