Baby, Entwicklung, Schwangerschaft

Kindsbewegungen: Ab wann spürt man das Baby im Bauch?

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Solange man das Baby nicht spürt, ist so eine Schwangerschaft irgendwie noch recht abstrakt. Zumindest erging es mir in beiden Schwangerschaften so. Sobald ich mein Kind im Bauch treten spürte, hatte ich auch einen richtigen Bezug dazu, wollte es noch mehr beschützen und pflegen. Ab wann man Kindsbewegungen in der Schwangerschaft merkt, ist ganz unterschiedlich. Alles, was Du dazu wissen solltest, erkläre ich Dir, wenn Du weiterliest.

Ab wann bewegt sich das Baby im Bauch?

Jedes Baby bewegt sich bereits ab der 8. Schwangerschaftswoche, also schon sehr früh. Allerdings sind diese Bewegungen noch unwillkürlich, das heißt nicht durch Impulse aus dem Gehirn gesteuert. Es handelt sich um primitive Reflexe, ähnlich wie Muskelzuckungen.

Erst allmählich verbinden sich die Nervenbahnen im Gehirn und der Fötus kann die Bewegungen steuern. Das ist so ab der 17. Schwangerschaftswoche der Fall. Dann „tritt“ Dich Dein Baby also wirklich.

Diese frühen Bewegungen sind auch in aller Regel noch nicht für die Mutter spürbar. Zum Einen sind sie noch recht schwach, weil das Baby noch so klein ist. Zum anderen erreicht der Fötus nicht so häufig die Wand der Gebärmutter, weil es noch von so viel Fruchtwasser umgeben ist.

Ab wann spürt man Kindsbewegungen in der Schwangerschaft?

Im Durchschnitt spürt man die ersten Kindsbewegungen ab der 19. Schwangerschaftswoche. Es ist aber auch bei einigen Frauen möglich, dass es bis zur 28. SSW dauert, bis die ersten Babytritte und Bewegungen des Babys spürbar werden.

Bei mir hat es in der ersten Schwangerschaft bis zur 18. Schwangerschaftswoche gedauert, in der zweiten nur noch bis zur 17. Woche.

Ganz selten gibt es Frauen, die schon in SSW 13 oder SSW 14 von ersten Kindsbewegungen berichten. Ganz ausschließen lässt sich das medizinisch nicht, ist aber eher ungewöhnlich.

Ab wann Du die Bewegungen tatsächlich spüren kannst, ist schwer vorherzusagen. Denn dafür sind verschiedene Punkte ausschlaggebend:

Lage von Plazenta und Gebärmutter

Wenn Deine Plazenta nämlich vorne, also zwischen Baby und Deiner Bauchwand, liegt, dämpft sie die Bewegungen ab und es dauert viel, viel länger, bis Du Dein Baby spüren kannst. Denn in der Gebärmutter selbst hast Du keine Nerven, die Dich über erste Kindsbewegungen informieren könnten.

Erst, wenn die Kindsbewegungen des Babys auf Deine Bauchdecke treffen, kannst Du sie spüren. Das heißt auch, die Gebärmutter muss auch eine gewisse Größe erreicht haben, denn in den ersten Schwangerschaftswochen liegt sie nicht unbedingt an der Bauchdecke an.

Anzahl der Schwangerschaften

Bei der ersten Schwangerschaft dauert es in der Regel länger, bis schwangere Frauen die Bewegungen des Babys im Bauch spüren können.

Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass sie nicht wissen, worauf genau sie achten müssen. Denn zu beschreiben, wie sich erste Kindsbewegungen anfühlen, ist beim ersten Baby gar nicht so einfach. Manche beschreiben es als zartes Flattern oder Streicheln von innen. Ich würde sagen, es fühlt sich an wie Muskelzucken, andere beschreiben es ähnlich wie Verdauungstätigkeit. Das liegt aber auch daran, dass das Baby direkt nach dem Essen im Bauch zu strampeln beginnt.

Deshalb nehmen viele Erstgebärende die ersten Kindsbewegungen auch erst wahr, wenn definitiv starke Tritte gegen die Bauchwand dabei sind. Da gibt es dann keinen Zweifel mehr.

Beim 1. Kind spüren Schwangere die ersten Kindsbewegungen zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche. Ab der 2. Schwangerschaft können Kindsbewegungen schon in SSW 13 auftreten.

Körperbau

Sehr schlanke Frauen spüren Tritte etwas häufiger und früher, Übergewichtige dementsprechend später. denn auch das Fett der Mama dämpft die Bewegungen. So kann es auch sein, dass die Kindsbewegungen erst später sichtbar werden.

Körperhaltung

Mit der richtigen Lage kannst Du den ersten Kindsbewegungen etwas nachhelfen. Am besten spürt man sein Baby, wenn man sich flach auf den Rücken legt, die Beine nach unten ausgestreckt, und mit einer Hand sanft von oben auf die Bauchdecke drückt. So kann auch der werdende Papa oft schon von außen die Tritte spüren, wenn sie stark genug sind.

Wenn das nicht klappt, versuche mal die Bauchlage. Wenn Du noch gut auf dem Bauch liegen kannst, also ohne, dass es unangenehm drückt, kannst Du so eventuell Kindsbewegungen früher spüren.

Für manche Schwangeren klappt auch die Badewanne. Wichtig ist, dass Du eine Weile ruhig liegen bleibst. Denn durch die fehlende Bewegung wacht Dein Baby vielleicht auf.

Ab wann kann der Vater die Kindsbewegungen spüren und sehen?

Für viele Väter dauert es bis etwa zur 25. SSW, bis auch sie den Nachwuchs spüren können. Denn damit auch die Handinnenfläche „angerempelt“ wird, sind schon etwas kräftigere Tritte notwendig.

Übrigens ergeht es wohl vielen Paaren wie uns: Sobald der Papa seine Hand auf den Bauch legt, hört das Baby auf zu treten. Ein merkwürdiges Phänomen.

In meiner aktuellen Schwangerschaft konnte der werdende Papa die ersten Kindsbewegungen schon wenige Tage nach mir spüren, nämlich auch in der 17. Schwangerschaftswoche. Nur wenige Tage später sind die Tritte teilweise so stark, dass man sie durch das T-Shirt sehen kann.


Wie oft bewegt sich mein Baby im Bauch?

Wie oft Du die Tritte Deines Kindes wahrnehmen kannst, hängt von drei Faktoren ab:

  • Wahrnehmung der Mutter
  • Temperament des Babys
  • Tagesform des Babys
  • Größe des Babys
  • Lage des Babys

Starke Kindsbewegungen vor allem nachts

Manche Mütter haben viel Zeit, in Ruhe darauf zu achten.Vor allem in Ruhephasen und nachts bewegt sich Dein Baby wahrscheinlich mehr, denn dann wird es nicht durch Deine Bewegungen in den Schlaf geschaukelt und kann sich dementsprechend voll austoben. Ganz selten sind die Tritte Deines Babys sogar so intensiv und stark, dass es Dir schwer fallen könnte, einzuschlafen.

Tagsüber schläft das Baby etwa 70% der Zeit. Wenn Du also abends müde von der Arbeit nachhause kommst und im Bett gleich einschläfst, bemerkst Du die Bewegungen vielleicht seltener.

Viele Kindsbewegungen = Aktives Kind

Nicht alle Kinder sind gleich bewegungsfreudig und das zeigt sich schon im Mutterleib. Es ist wohl so, dass Babys, die sich im Bauch bereits viel bewegen, auch nach der Geburt besonders aktiv sind. Du lernst also auf diese Weise Dein Baby schon mal ein bisschen besser kennen.

Wann sind Kindsbewegungen zu wenig?

Bewegungen sind nicht jeden Tag gleich stark und viel, das ist ganz normal. Nur, wenn es sich über mehrere Tage gar nicht oder kaum bewegt, solltest Du aufmerksam werden. Es kann dann sein, dass es nicht mehr so gut versorgt wird. Als normal gilt alles ab 10 Kindsbewegungen pro Tag. Ein zu viel gibt es dabei nicht.

Kindsbewegungen werden weniger kurz vor der Geburt

Zum Ende der Schwangerschaft, angeblich vor allem in den Tagen kurz vor der Geburt, werden die Kindsbewegungen schwächer und weniger. Denn jetzt hat es auch weniger Platz und bewegt sich nur noch, um die Position zu wechseln, nicht mehr, um zu üben. Einmal am Tag sollte man das Baby aber trotzdem noch spüren können.

Und nicht zuletzt kannst Du die Tritte vielleicht nicht richtig spüren, wenn sie nach unten bzw. hinten in der Gebärmutter gehen. Vor allem Tritte gegen die Bauchdecke und in den Rippenbereich spüren Schwangere dagegen sehr deutlich. Wenn das Baby also mit dem Kopf nach oben liegt, denkst Du vielleicht, es bewegt sich nicht – dabei spürst Du die Kindsbewegungen nur nicht.


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Hi, ich bin Hanna (32), Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau. Seit meiner Schwangerschaft habe ich mir viel Wissen über Schwangerschaft, Muttersein, Familie und Erziehung angeeignet. Dieses Wissen teile ich gern umsonst. Aktuell reise ich mit meiner Familie durch die Welt und führe ein Leben als "Digitale Mom".Hier erfährst Du mehr über mich.

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