Baby, Entwicklung, Gesundheit & Pflege

Zu leicht, zu schwer? – Die ideale Gewichtsentwicklung beim Baby


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Gewichtszunahme gilt bei Neugeborenen als ein Anzeichen dafür, dass sie gesund sind. Auch wenn eine langsame Gewichtszunahme nicht unbedingt ein Anzeichen für ein ungesundes Kind ist, ist sie doch häufig Anlass zur Sorge und sollte tatsächlich überprüft werden. In den ersten Tagen nach der Geburt sind deshalb viele Eltern verunsichert, ob das Baby auch genug Nahrung aufnimmt. Vor allem bei Stillkindern ist die Trinkmenge beim Baby schwer zu ermitteln. Vielleicht hilft es, die normale Gewichtsentwicklung beim Neugeborenen zu kennen und zu wissen, wann es keinen Grund zur Sorge gibt.

Geburtsgewicht und Gewichtsentwicklung in den ersten Lebenswochen

Dass ein Neugeborenes nach der Geburt erst einmal an Gewicht verliert, ist ganz normal. Denn während es im Mutterleib durch die Plazenta stets ausreichend versorgt war, muss es jetzt alle Nährstoffe selbst aufnehmen. Das ist erst einmal anstrengend, denn das Baby ist auch dabei, sich an eine ganz neue Umwelt zu gewöhnen, in der es selbst atmen muss, viel mehr Schwerkraft wirkt und alle Geräusche ungefiltert ans Ohr dringen und die optischen Reize überwältigend sind.

Gewichtsabnahme beim neugeborenen Säugling

Die Gewichtsabnahme sollte aber etwa mit dem 5. Lebenstag beendet sein und dann stagnieren bzw. in die andere Richtung gehen. Bei normalgewichtigen Neugeborenen sollte die Gewichtsabnahme nicht mehr als 10% ihres Körpergewichtes betragen. Das bedeutet, ein Baby, das mit 3 kg zur Welt kommt, sollte maximal 300 Gramm abnehmen.

Frühgeborene haben ein weitaus geringeres Geburtsgewicht und dürfen nur 5% ihres Körpergewichts verlieren, bevor die Ärzte Alarm schlagen. Mit spätestens zwei Wochen sollte das Geburtsgewicht wieder erreicht sein. Das Geburtsgewicht der meisten Neugeborenen variiert zwischen 2600 und 4500 Gramm.

Wenn ein Baby weniger wiegt als normal

Wenn Dein Baby mehr abnimmt als diese Richtwerte, wird es zunächst einmal gründlich untersucht. Denn es kann immerhin sein, dass die schlechte Gewichtsentwicklung krankhafte Ursachen, z.B. eine Neugeborenengelbsucht, hat.

Wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können und das Baby einfach wenig trinkt, wird häufig dazu geraten, zuzufüttern, d.h. neben der Muttermilch auch sehr gehaltvolle Spezialnahrung zu geben. Bei geringen Abweichungen gibt es da einen Toleranzspielraum, in dem die Eltern entscheiden müssen, ob sie das wollen. Weil eine starke Unterernährung in diesen Lebenstagen aber schlimme Folgen für die kindliche Entwicklung haben kann, sind diese meistens einverstanden.

Woran erkenne ich, dass die Trinkmenge beim Baby ausreicht?

Im Krankenhaus wird ein Baby täglich gemessen und die Gewichtszunahme wird dokumentiert. Auch Nachsorgehebammen haben stets ein Wiegetuch in der Tasche und überprüfen regelmäßig das Gewicht von Neugeborenen. Auch bei den U-Untersuchungen in den ersten Lebenswochen wird gewogen und dokumentiert. Wenn alles in Ordnung ist und es keinen Grund zur Sorge gibt, brauchst Du selbst nicht zusätzlich zu wiegen, schon gar nicht nach jeder Mahlzeit. Stattdessen solltest Du auf folgende Anzeichen achten, die dir sagen, dass mit Deinem Baby alles in Ordnung ist.

Anzeichen für eine ausreichende Trinkmenge:

  • Kind ist zufrieden und schläft ruhig
  • Baby stillt regelmäßig bzw. trinkt die Flasche
  • Es hat 6-8 nasse Windeln pro Tag, scheidet regelmäßig aus
  • Neugeborenes nimmt wöchentlich an Gewicht zu, wöchentlich am besten mehr als 100g

Diese Anzeichen sind oft aussagekräftiger als die Waage. In regelmäßigen Abständen (nach 10 Tagen, 6 Wochen, und nach 3 Monaten) haben Babys einen sogenannten Wachstums- und Entwicklungsschub. In dieser Zeit brauchen sie viel Nahrung und auch viel körperliche Nähe und Zuwendung.

Vor allem Stillkinder wollen dann gefühlt durchgehend an die Brust und viele Mütter haben Angst, dass die Kleinen nicht satt werden. Dafür gibt es in der Regel aber keinen Grund. Einfach häufiger anlegen oder ein Fläschchen PRE-Nahrung mehr geben. Solange das Baby nicht unittelbar nach der Milch weint, wird es auch satt. Die Brust passt sich beim Stillen nach etwa 48 Stunden dem erhöhten Milchbedarf an.

Gewichtszunahme und Entwicklung beim Baby im ersten Lebensjahr

Manche Neugeborene sind bei der Geburt schon sehr schwer. Diese Kinder nehmen dann auch mehr Gewicht zu als ein kleineres Baby. Für die Gewichtsentwicklung beim Neugeborenen gibt es sogenannte Perzentillenkurven, also Normallinien, auf denen die Gewichtsentwicklung Woche für Woche fortschreitet.

Normal für ein Baby im ersten Lebensjahr ist, dass es etwa auf seiner ursprünglichen Perzentille, also seiner Gewichtskurve, bleibt. Wie sich das Gewicht Deines Babys entwickelt, hält der Kinderarzt bei den U-Untersuchungen in dem gelben Vorsorgeheft fest.

Dass manche Babys vor allem in den ersten ein bis zwei Lebensjahre kleine Fettpolster an Backen, Armen und Beinen anlegen, ist ganz normal. Dieser Babyspeck verwächst sich in den vielen Wachstumsschüben, die Kinder durchmachen. Von Übergewicht bei Kindern spricht man darum erst im Kleinkindalter.

Normwerte für Gewichtszunahme bei Neugeborenen

Wie viel muss ein Baby zunehmen?

Wie für so vieles gibt es die “ideale” Gewichtszunahme beim Säugling. Die Werte hierfür schwanken im ersten Lebensjahr zwischen 100g und 170g pro Lebenswoche. Diese Werte, das solltest Du nie vergessen, sind allerdings Durchschnittswerte, die aus der Gewichtszunahme vieler gesunder Babys in der Vergangenheit ermittelt wurden. Trotzdem hat jedes Kind einen individuellen Bauplan und eine Gewichtsentwicklung, die von dieser “Norm” abweichen kann. Das kann ein Hinweis darauf sein, dass mit Deinem Baby etwas nicht stimmt, muss es aber nicht.

Lass Dein Kind untersuchen und wenn keine medizinischen Gründe festgestellt werden können, mach Dir keine zu großen Sorgen. Wenn Dein Baby gesund ist, stetig – wenn auch langsam – wächst und sich kognitiv altersgerecht entwickelt, dann ist auch alles in Ordnung.

Solche Normwerte können für Eltern, deren Kinder sich anders entwickeln, schnell zu großem Druck und Stress führen. Dabei muss kein Baby auf Diät gesetzt werden, nur weil es schneller wächst oder ein wenig mehr Fett ansetzt. Andererseits gibt es Kinder, die einfach keine große Lust an der Nahrungsaufnahme empfinden und natürlicherweise langsamer wachsen oder sehr dünn sind.

Natürlich achten Eltern dann mehr darauf, dass regelmäßige Mahlzeiten angeboten werden und das Baby möglichst genug isst. Leider ist die Verlockung aber auch sehr groß, das Kind dann mit Süßigkeiten oder anderen ungesunden Methoden zu “mästen”, nur um der Gewichtszunahme Willen.

Kinder mit Behinderung, Frühgeborene oder Säuglinge mit bestimmten Krankheiten entwickeln sich übrigens oft ganz anders. Manche dieser Kinder entwickeln weniger Appetit oder können die Nahrung nicht richtig aufnehmen und brauchen daher Unterstützung in der Gewichtszunahme. Andere können sich nicht ausreichend bewegen und neigen daher zum Übergewicht. In diesen Fällen macht es sicher  Sinn, dass Gewicht des Babys regelmäßig mit einer geeigneten Babywaage zu wiegen und zu protokollieren.

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* Zuletzt aktualisiert am 21. September 2018 um 11:44 . Alle hier angezeigten Preise können sich inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

 

Bei welcher Gewichtsentwicklung sollte ich einen Arzt kontaktieren?

Wenn Du Sorgen über die Gewichtsentwicklung oder Gewichtszunahme Deines Neugeborenen hast, kannst Du jederzeit einen Arzt oder Deine Hebamme aufsuchen. Vor allem, wenn Dein Baby schlapp und schläfrig wirkt und nicht richtig trinken möchte, ist Vorsicht angesagt. Auch wenn Dein Baby über viele Wochen nicht mehr an Gewicht zulegt, könnte etwas schief laufen.

Bei Problemen und Fragen im Bezug auf das Stillen musst Du nicht sofort zum Arzt. Denn leider wissen Ärzte noch viel zu wenig über Stillkomplikationen und deren wirksame, stillfreundliche Behebung. Viele raten dann vorschnell dazu, abzustillen und das Baby mit der Flasche zu füttern. Vielleicht suchst Du vorher lieber eine gute Stillberatung auf, sie kann Dir sagen, was Du vor dem Abstillen noch versuchen kannst.

Die ideale Trinkmenge und Gewichtsentwicklung beim Baby gibt es übrigens nicht. Denn Kinder sind nun mal nicht genormt, sondern entwickeln sich individuell nach ihrem eigenen Bauplan. Deshalb ist es in vielen Fällen besser, auf die eigene Intuition und die Bedürfnisse des Babys zu achten, statt auf Normtabellen und Mindestwerte.

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