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Babykleidung waschen: So wäscht man Babysachen richtig!

Babykleidung waschen

Die Haut von Babys ist zart und empfindlich. Sie ist nach der Geburt noch viele Monate durchlässiger als die Haut eines 5-jährigen Kindes und daher anfällig für Reizungen durch falsche Kleidung oder darin enthaltene Schadstoffe.

Der Grund ist, dass die Hautschutzbarriere bei Säuglingen erst nach der Geburt damit beginnt, sich vollständig aufzubauen. Denn erst, wenn ein Baby die schützende Hülle der Fruchtblase verlässt, beginnt eine Besiedelung von Darm und Haut mit Bakterien – viele davon sind nützlich für den Schutz der Haut. Bis sich das Gleichgewicht auf der Haut eingependelt hat, dauert es seine Zeit. Daher benötigen Babys und Kleinkinder noch mehr Schutz vor Umwelteinflüssen und besonders viel Sorgfalt bei der Auswahl und Reinigung der Kleidung.

Im Folgenden findest Du alles Wichtige rund um das Thema „Babykleidung waschen“:

  • Wie wasche ich Babykleidung richtig?
  • Wie oft muss ich (neue) Babykleidung waschen?
  • Darf ich Babykleidung mit Weichspüler waschen?
  • Muss ich Babybekleidung schon vor der Geburt waschen?
  • Wie muss man Second-Hand-Babykleidung waschen?

Standards für Babykleidung: Was solltest Du beim Kauf von (neuer) Babybekleidung beachten?

Generell gilt: Die Kleidung sollte Mindeststandards erfüllen, die vom Gesetzgeber vorgegeben und beispielsweise der Stiftung Warentest überprüft werden. Dazu gehören folgende Aspekte:

Schadstoffe

Die Kleidung muss frei von Rückständen aus Produktion und Verarbeitung sein, wie beispielsweise Bleiche, Quecksilber oder Ammoniak. Generell solltest Du folgende Ratschläge berücksichtigen, um möglichst schadstofffreie Babykleidung zu kaufen:

Geruch

Wenn Kleidung einen starken chemischen Geruch hat, solltest Du vom Kauf absehen, vermutlich handelt es sich um billige Importprodukte, die aus unsicherer Fabrikation stammen.

Sicherheit

Viele Babykleidungsstücke werden von den Herstellern auf Stabilität und Sicherheit geprüft. So kannst Du sicher sein, dass keine Teile angebracht sind, die leicht verschluckt werden könnten oder sich bei einem etwas kräftigeren Griff lösen könnten.

An dieser Kleidung befindet sich meist ein Prüfsiegel oder ein Hinweis des Herstellers.

Waschbarkeit

Babykleidung sollte möglichst keimfrei sein und daher für Waschgänge mit hohen Temperaturen (60 °C) geeignet sein.

Informiere Dich bei Unsicherheiten beim Verkaufspersonal oder wirf einen Blick auf das Etikett an der Innenseite. Schurwolle bildet hier eine Ausnahme, denn das Lanolin (Wollfett) schützt vor Keimen.

Der erste Waschgang nach dem Kauf

Nach dem Kauf solltest Du die Kleidung auf alle Fälle gründlich waschen, bevor Dein Baby sie tragen darf. Das ist wichtig, damit alle eventuell noch enthaltenen Schadstoffe – so wenig es auch sein mögen – aus dem Gewebe verschwinden und die empfindliche Haut nicht reizen, sonst könnten Hautirritationen und Allergien auftreten.

Auch eventuelle Verunreinigungen (etwa, wenn ein neuer Artikel schon einmal gekauft und dann zurückgegeben wurde) werden so beseitigt und Du kannst Deinem Kleinen oder Deiner Kleinen die neuen Sachen unbesorgt anziehen.

Wenn Du neue Babykleidung waschen möchtest, gibst Du die neuen Kleidungsstücke am besten bei 60°C in die Maschine und lässt sie mit dem entsprechenden Programm noch ein wenig einweichen. Falls Deine Waschmaschine über kein solches Programm (Vorwäsche) verfügt, geht das Einweichen auch problemlos per Hand.

Babys neigen dazu, alles in den Mund zu nehmen und auch auf der Kleidung voller Wonne herum zu kauen – besonders wenn sich die Zähne entwickeln, sind Söckchen und Ärmel höchst willkommen. Daher sollten sich in der Babykleidung auf keinen Fall mehr chemische Stoffe oder sonstige Belastungen befinden.

Wie wasche ich die Babykleidung richtig?

Babykleidung sollte nach der ersten Reinigung nach dem Kauf so gewaschen werden, dass alle Keime, Speichelreste und sonstigen Verschmutzungen vollkommen entfernt werden. Gerade in Speichel- oder Essensreste können sich sonst leicht Bakterien festsetzen und vermehren. Wichtig sind beim Waschen der Textilien Deines Babys vor allem folgende Punkte:

Waschmittel

Verzichte auf aggressive Produkte, die eventuell in den Fasern verbleiben könnten und so Hautreizungen hervorrufen. Es gibt auf dem Markt eigens entwickelte Artikel für die Reinigung von Babykleidung, die gut verträglich sind. Wir haben immer mit Ulrich Natürlich gewaschen, weil unser Sohn sehr empfindliche Haut hat und waren damit sehr zufrieden.

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Ansonsten achte am besten auf ökologische Waschmittel. Du findest zum Beispiel hier auf BigGreenSmile* Öko-Waschmittel von eCover und Co.

Weichspüler

Die empfindliche Haut von Babys mag gerne weiche Textilien, trotzdem solltest Du beim Weichspüler nicht jedes Produkt verwenden, das verlockend riecht und samtige Textur verspricht. Parfümstoffe können die Haut von Säuglingen reizen und Ausschläge hervorrufen.

Am besten wählst Du daher Weichspüler, die entweder gründlich dermatologisch getestet wurden und als unbedenklich eingestuft wurden oder Du verzichtest ganz auf den Zusatz. Ich selber sehe nur Nachteile bei der Verwendung von Weichspüler und deshalb verzichten wir auch seit Jahren komplett darauf. Denn Weichspüler ist nicht gut für die Haut, schadet der Umwelt und auch Deiner Kleidung – die ist nämlich nur so weich, weil die Chemikalien aus dem Weichspüler die Fasern angreifen und weicher machen.

Ein beliebter ökologischer Ersatz für Weichspüler ist handelsüblicher Apfelessig, da dieser Textilien ebenfalls weicher macht. Auf Dauer greift Essig jedoch die Dichtungen der Waschmaschine an, daher solltest Du ihn nicht bei jeder Wäsche einsetzen.

Getrennt waschen

Babykleidung sollte vorzugsweise getrennt von der restlichen Schmutzwäsche gereinigt werden, damit keine hautirritierenden Stoffe oder besonders widerstandsfähige Keime übertragen werden.

Gerade bei Waschgängen mit 40°C ist das Risiko hierfür erhöht. Stark verschmutzte Wäsche des restlichen Haushalts sollte ohnehin nie mit der Säuglingskleidung gewaschen werden, sondern besser separat.


Gebrauchte Babykleidung waschen: Welche Richtlinien gibt es für die Reinigung von Second-Hand-Ware?

Generell gilt: Second-Hand-Kleidung sollte ebenfalls bei hohen Temperaturen waschbar sein, keinen auffälligen Geruch aufweisen und frei von leicht löslichen Farbstoffen sein. Das erkennst Du, wen Du das Textil kurz einweichst und das Wasser überprüfst.

Das Etikett an der Innenseite des Textils gibt Dir zudem Aufschluss über die Zusammensetzung der Materialien und die Herstellung. Bei der Aufschrift „Made in China“ solltest Du tendenziell vorsichtiger sein und, wenn möglich, noch einmal genauer bei der bisherigen Besitzerin nachfragen, woher das Stück stammt. Wenn das Kleidungsstück allerdings offensichtlich schon häufig gewaschen wurde, hat das Vorteile: Je häufiger gewaschen, desto weniger Rückstände aus der Herstellung enthält ein Kleidungsstück.

Bei gebrauchter Babykleidung gilt: Wasche lieber einmal zu viel als zu wenig. Da sie sich in gebrauchtem Zustand befindet, können sich darin Rückstände von Keimen, Parfümstoffen und aggressiven Waschmitteln befinden.

Zwei Wäschen mit jeweils 60°C lösen alle Verschmutzungen und machen die „neue alte“ Kleidung porentief rein für Deinen Säugling.

Ich selber bin großer Fan von Second-Hand-Ware und habe übrigens ausgiebig darüber auf meinem Blog im Beitrag mit Thema „Warum wir Kinderkleidung gebraucht kaufen“ geschrieben.

Für Dich aber hier nochmal die Vorteile von gebrauchter Babykleidung:

  • um ein Vielfaches günstiger
  • schadstoffarm / eingewaschen
  • umweltfreundlich, ressourcensparend
  • Online-Kauf ist stressfrei
  • Mode ist individueller, weil nicht immer die neueste Kollektion von H&M
  • man hat nicht das Gefühl, alles fleckenfrei halten zu müssen

Babykleidung bei welcher Temperatur waschen

Welche Kleidung braucht welchen Waschgang?

Im Folgenden findest Du eine Checkliste, die Dir Informationen über die geeignete Waschtemperatur für getragene Babykleidung gibt:

40°C

Wenn Du Babykleidung waschen möchtest, die nur wenig oder gar nicht verschmutzt ist, kannst Du diese Temperaturstufe verwenden. Das ist vollkommen ausreichend für zum Beispiel nicht-befleckte Oberteile, Mützen, Jäckchen und Co.

60°C

Dieses Programm solltest Du für Lätzchen, Strampler, Badetücher und Bettwäsche benutzen. Letztere kannst Du bei auch in die 90°C-Wäsche geben, wenn sich Urinreste daran befinden

90°C

Dieser Waschgang ist nur bei extremen Verschmutzungen notwendig, etwa wenn Dein Baby krank ist und sich Erbrochenes oder Exkremente auf der Kleidung befinden. So werden auch die hartnäckigsten Bakterien zuverlässig abgetötet. Die 90°C-Wäsche ist auch für alle Textilien am besten geeignet, die mit Baby-Kot verschmutzt sind.


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Und wie ist es bei Dir? Hast Du noch Tipps, wie man am besten Babykleidung waschen sollte? Schreib es mir in die Kommentare!

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Hi, ich bin Hanna (32), Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau. Seit meiner Schwangerschaft habe ich mir viel Wissen über Schwangerschaft, Muttersein, Familie und Erziehung angeeignet. Dieses Wissen teile ich gern umsonst. Aktuell reise ich mit meiner Familie durch die Welt und führe ein Leben als "Digitale Mom".Hier erfährst Du mehr über mich.

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