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Baby schreit nachts: 15 Ursachen + 15 Maßnahmen für besseren Schlaf

Baby schreit nachts: 15 Ursachen + 15 Maßnahmen für besseren Schlaf

Wenn Dein Baby nachts nicht zur Ruhe kommt, bedeutet das eine Zerreißprobe für die Nerven der ganzen Familie. Hier gibt’s die besten Erste-Hilfe-Tipps.

16 Ursachen, warum Dein Baby abends und nachts schreit

  1. Gefühlte Temperatur: Ist Dein Baby zu warm zugedeckt oder zu leicht angezogen, dass es friert?
  2. Änderung der Schlafposition: Hast Du das Baby im Bett zurechtgerückt oder vielleicht abgelegt, obwohl es nicht tief genug geschlafen hat?
  3. Bauchschmerzen: Vielleicht hat dein Baby zu viel Luft im Bauch oder Verdauungsprobleme?
  4. Fliegen/Mücken: Vielleicht sind Fliegen oder andere Tierchen über das Gesicht deines Babys gekrabbelt?
  5. Veränderung von gewohnten Abläufen: Wenn die Routine nicht da ist, verunsichert das Babys zum Teil. Seid ihr eventuell viel unterwegs oder fehlt euch ein gewohnter Ablauf am Abend?
  6. Wachstum: Vielleicht nimmt das Baby grade einen richtigen Wachstums-Sprung. Dabei können mitunter auch Muskelkater und Schmerzen auftreten.
  7. Krankheit: Grade wenn man krank ist oder vor kurzem krank war, ist man noch angeschlagen und sehr weinerlich. Viel Nähe hilft am besten.
  8. Hunger: Hat dein Baby vielleicht wieder Hunger oder braucht etwas zum Nuckeln zur Beruhigung?
  9. Zahnen: Wenn die neuen Zähne sich durch den Kiefer bohren, sind die Nächte lang und hart durch die vielen negativen Zahnungssymptome.
  10. Nicht die Mama: Manche Babys sind so stark auf die Mama fixiert, dass sie weinen und schreien, wenn diese nicht sofort da ist. Bei uns hat der Papa manchmal einfach nicht ausgereicht.
  11. Unsicherheit/Gesellschaft: Babys wollen mit Sicherheit nicht allein sein. Deshalb sind sie verunsichert, wenn sie sich allein fühlen.
  12. Volle Windel: Neben Hunger der wohl naheliegendste Grund
  13. Unerwartete Geräusche: Lauter Straßenverkehr, quietschende Reifen, Gewitter-Donner oder Hundebellen können für einen großen Schreck-Moment sorgen
  14. Entwicklungsschübe: Mit steigenden kognitiven Fähigkeiten muss ein Baby erstmal klar kommen. Reizüberflutung ist oft die Folge und nicht selten der unangenehme Teil der 8 Wachstumsschübe, die auf Dich zukommen.
  15. Helligkeit/Licht: Gibt es Lichtquellen, die vom Schlaf ablenken oder ist das Zimmer zu hell?
  16. Dreimonatskoliken: In meinem Beitrag über die 3-Monatskoliken beschreibe ich Dir sehr genau, wozu eine eine Reizüberflutung und Regulationsstörung führen kann.

15 Erprobte Tipps für weniger Geschrei am Abend und besseren Schlaf bei Babys

Tagesablauf

Damit Dein Baby nachts entspannt träumt, kannst Du bereits tagsüber einen Beitrag leisten. Stellen sicher, dass Dein Nachwuchs untertags aktiv ist. Spielen und Zeit an der frischen Luft sind für die Kleinen wichtig. Dabei ist allerdings entscheidend auf die Dosis zu achten. Überfordere Dein Kind nicht und sorge für ausreichend Pausen zwischendurch. Insbesondere Neugeborene benötigen ein entspanntes, ruhiges, monotones Umfeld.

Müdigkeitsanzeichen beachten

Viele Kinder schlafen schlecht, weil sie übermüdet sind. Babys haben ein sogenanntes Schlaffenster. Das ist ein Zeitraum, indem sie müde sind und einschlafen können. Wird diese Periode überschritten, dann wird der Nachwuchs wieder wacher und aktiver. Das nächste Schlaffenster öffnet sich nach rund 1,5 Stunden.

Anzeichen für Müdigkeit beim Baby:

  • Veränderte Mimik, Grimassen schneiden, Stirnrunzeln
  • Starrer Blick
  • Gähnen
  • Weinen und Schreien
  • Quengeln
  • Augen- und Ohrenreiben
  • Fäustchen machen
  • Steife Körperhaltung
  • Ruckartige Bewegungen
  • Ruhigere Körperbewegungen
  • Nuckeln und Saugen
  • Abgewandtes Gesicht

Je häufiger diese Zeiträume übersehen oder übergangen werden, desto aufgedrehter, quengeliger und unruhiger werden Kinder. Einige Babys werden übrigens erst im zweiten Schlaffenster richtig müde. Beobachte Dein Kind, wie es reagiert, abhängig von der Phase, in der Du es schlafen legst.

Der Tagesschlaf

Zwischen dem letzten Tagesschlaf und der Nachtruhe sollten mindestens vier Stunden liegen. Es fällt vielen Eltern schwer die schlafenden Kinder zu wecken. Gehe dabei möglichst sanft und liebevoll vor. Wichtig ist auch, dass das Kind ruhig und im eigenen Tempo aufwachen darf. Lass Zeit zwischen dem Mittags- oder Nachmittagsschlaf und der nächsten Aktivität. Viele Kinder brauchen einige Minuten, bis sie nach dem Nickerchen am Nachmittag wieder fit und aktiv sind.

Das letzte Abendmahl

Damit Dein Baby möglichst zufrieden durch die Nacht kommt, darf es keinen Hunger haben. Füttere Dein Kind rechtzeitig vor dem Schlaffenster. Ansonsten kann es passieren, dass der Nachwuchs zu ruhebedürftig ist und nicht mehr genug Nahrung aufnimmt.

Füttere nur bekömmliche Lebensmittel. Falls Du gerade mit der Beikost startest, dann unternimm in den Abendstunden keine Experimente mit neuen Speisen. Bewährt haben sich abends Breie aus Milch und Getreide. Falls Du nicht selbst kochst, dann achte darauf, dass in der Fertignahrung für das Baby kein Zucker enthalten ist. Das gilt besonders am Abend, weil Zucker das Aktivitätslevel ankurbelt.

Einschlafrituale

Säuglinge schöpfen Sicherheit aus immer gleichen Abläufen. Einschlafrituale sind schön für Euch beide und hilfreich zugleich. Plane jeden Abend in der gleichen Abfolge Dabei kannst Du ganz intuitiv nach Euren Bedürfnissen vorgehen. Wie das Ritual aussieht, spielt weniger eine Rolle, als dass es immer gleich und etwa zur gleichen Tageszeit stattfindet.

Bleib dennoch flexibel. Sollte das Schlaffenster bereits erreicht sein und Dein Kind teilnahmslos gähnen, dann ist es sinnlos das Ritual auf Biegen und Brechen durchzuziehen. Versuche, dass es erst gar nicht so weit kommt. Falls es aber zu spät ist, dann verkürze die Bettgeh-Zeremonie oder lass sie notfalls ausfallen.

Baden

In vielen Familien gehört ein kurzes Bad zum Einschlafritual. Das warme Wasser beruhigt den Säugling. Um den Effekt noch zu verstärken, kannst Du wenige Tropfen ätherisches Lavendelöl mit einer Konzentration von 10 % dazugeben. Von Weleda gibt es auch ein entspannendes Calendula-Bad, das mild zur Babyhaut ist.

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Verzichte beim täglichen Bad weitestgehend auf die Verwendung von Seife und Shampoo. Diese Mittel – selbst, wenn sie speziell auf Säuglinge abgestimmt sind – können den natürlichen Schutzmantel der Haut stören.

Massagen

Massagen eignen sich ebenfalls hervorragend, damit das Baby entspannt. Streiche sanft arm- und beinabwärts, beziehe auch Fuß- und Handflächen mit ein. Wenn Du magst, dann verwende dafür sanfte Bio-Pflegeöle mit Calendula oder Lavendel.

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Falls Du Dich nicht spontan traust, Deinen Säugling zu massieren, dann lass Dir von der Hebamme verschiedene Techniken zeigen. Alternativ werden auch Baby-Massage-Kurse angeboten.

Warme Füße

Falls Dein Baby schreit und nicht einschlafen kann, dann prüfe die Temperatur seiner Füße. Sind sie kalt, dann schaffe Abhilfe. Du kannst unter den Strampler einfach ein Paar Söckchen ziehen. Zusätzlich hilft es auch eine milde, durchblutungsfördernde Salbe auf die Babyfüße aufzutragen. Ein gutes Exemplar ist beispielsweise die Kupfer-Salbe-Rot von Wala.

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Die Schlafstätte

Das Zimmer, in dem Dein Baby schläft, sollte eine angenehme Atmosphäre besitzen. Sorge dafür, dass es nachts ruhig und dunkel ist. Bei Ängsten kannst Du selbstverständlich ein kleines Licht brennen lassen.

Die ideale Schlaftemperatur liegt zwischen 16 und 18 °C. Das Baby sollte dennoch nicht frieren. Ziehe ihm einen, den Jahreszeiten angepassten, Schlafanzug und / oder Schlafsack über. Verzichte auf Bettdecken und Kissen, weil diese Erstickungsgefahren bergen. Genauso solltest Du sämtliche Stofftiere nachts aus dem Kinderbett verbannen.

Neugeborene, Babys und Kleinkinder wollen gerne möglichst nahe bei Mama und Papa schlafen. Das ist ein Evolutionsbedingtes verhalten. Ansonsten wären in früheren Jahrhunderten Babys schnell Fressfeinden und anderen Gefahren zum Opfer gefallen. Bei Schlafschwierigkeiten kann es helfen, das Baby im Beistellbett in Deinem Schlafzimmer nächtigen zu lassen. Viele Eltern berichten auch von guten Erfahrungen mit dem Familienbett.

Homöopathische Mittel

Sollten alle bisherigen Maßnahmen keinen Erfolg gezeigt haben, dann versuche den Schlafstörungen Deines Babys auf den Grund zu gehen. Handelt es sich wirklich um eine Störung, die vorliegt, oder ist das nächtliche Schreien einfach ein normaler Teil der Entwicklung.

Babys schlafen bei Wachstumsschüben häufig schlechter oder auch, wenn sie Zähne bekommen. Behalte im Hinterkopf, dass nur 53 % aller Babys mit einem Jahr durchschlafen. Fast die Hälfte der 12 Monate alten Kinder wacht also mindestens einmal pro Nacht auf.

Wenn Du den Schlaf Deines Babys mit natürlichen Heilmitteln aus der Homöopathie unterstützen möchtest, dann kannst Du zu folgenden Mitteln greifen:

  • Avena comp. Globuli velati: Das Mittel enthält Wirkstoffe aus Hafer, Baldrian, Phosphor und Sulfur. Es hilft bei Ein- und Durchschlafproblemen sowie bei Nervosität. Du kannst es Deinem Säugling zur Unterstützung des natürlichen Nacht- Wachrhythmus verabreichen. Die Kügelchen sind ohne Alkohol produziert.
  • Bryophyllum argento cultum Rh Dil D3: Die Globuli helfen ebenfalls bei Angstzuständen, Unruhe und Durchschlafproblemen.
  • Chamomilla D 12: Das Heilmittel beruhigt Babys, die abends viel schreien und nicht einschlafen können.

Schüssler Salze

Bewährte, nebenwirkungsfreie Heilmittel sind Schüsslersalze.

  • Bei Einschlafproblemen: Kalium Phosphoricum Nr. 5 Potenz D6
  • Bei Durchschlafproblemen: Natrium Sulfuricum Nr. 10 Potenz D6

Löse 5 bis 10 Tabletten des gewünschten Mittels in einem Glas heißen Wasser auf. Rühre die Lösung nicht mit einem Metalllöffel um, sondern nutze Plastikbesteck. Anschließend kannst Du mit einer Pipette alle 2 bis 5 Minuten Deinem Baby die Flüssigkeit einflösen.

Bachblüten

Ein weiteres pflanzliches Hilfsmittel geht auf Dr. Bach zurück. Die Bachblüten C30 Globuli kannst Du bei Ein- und Durchschlafproblemen nutzen. Dadurch, dass sie ohne Alkohol hergestellt wurden, eigenen sie sich auch gut zur Anwendung bei Säuglingen.

Medizinische Ursachen

Wenn Du Bedenken hast, dass das nächtliche Brüllen Deines Babys medizinische Ursachen haben könnte, dann konsultiere den Kinderarzt. Es ist wichtig abzuklären, dass keine gesundheitlichen Probleme zugrunde liegen.

Negative Assoziationen

Psychische Ursachen dafür, dass Dein Kind nicht schlafen will, können auch durch negative Verknüpfungen verursacht sein. Nutze deshalb niemals das Bett als Bestrafung oder Platz für eine Auszeit. Das Bett soll einzig und allein mit Schlaf und Ruhe verbunden werden.

Langweilige Nächte

Reduziere nachts das Unterhaltungspotential auf ein Minimum. Wenn Dein Baby aufwacht und weint, dann tröste und beruhige es immer. Dabei solltest Du aber möglichst wenig Licht und Lärm machen. Spiele und singe nachts nicht. Das Kind soll nicht den Eindruck gewinnen, dass beim nächtlichen Aufwachen ein buntes Entertainmentprogramm wartet.

Wenn Dein Kind nachts häufig schreit und schlecht schläft, dann versuche ihm mit unseren Tipps zu helfen. Achte in schwierigen Phasen aber auch gut auf Dich und sorge für ausreichend Erholungspausen.

 


Bild: 

@ababaka - bigstockphoto.com

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Hi, ich bin Hanna (32), Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau. Seit meiner Schwangerschaft habe ich mir viel Wissen über Schwangerschaft, Muttersein, Familie und Erziehung angeeignet. Dieses Wissen teile ich gern umsonst. Aktuell reise ich mit meiner Familie durch die Welt und führe ein Leben als "Digitale Mom".Hier erfährst Du mehr über mich.

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