Baby, Gesundheit & Pflege

Baby schläft nicht: Hilfreiche Tipps für besseren Schlaf

Baby schläft nicht & Baby schläft schlecht ein

Während die Babys Deiner Freunde bereits nach wenigen Wochen durchschlafen, wacht Dein Nachwuchs nachts immer wieder auf? Dein Baby schläft nicht ein und es dauert eine Stunde oder länger, bis Dein Kind endlich friedlich träumt? Dann fühlst Du Dich vermutlich gerädert und vielleicht sogar alleingelassen oder wütend, aber keine Sorge, Du bist es nicht. Ich zeige Dir außerdem, mit welchen Tipps und Erfahrungen Dein Baby in Zukunft besser einschläft.

Der Mythos vom Durchschlafen

Nur 6% der Babys, die sechs Wochen alt sind, schlafen nachts durch. Je älter die Kleinen werden, desto größer die Wahrscheinlichkeit auf ruhige Nächte.

Allerdings sind es auch im Alter von 3 bis 4 Monaten nur 36% der Babys, die bis in die Morgenstunden friedlich träumen.

Interessant ist die Tatsache, dass rund 53 Prozent der Kinder, die 1 Jahr alt sind, durchschlafen. Dieser Anteil nimmt danach allerdings wieder ab.

Mit 2 Jahren sind es nur noch 39% und mit 4 Jahren sogar nur noch 38%. Beim Blick auf die Statistik kannst Du also sicher sein, dass Du nicht allein bist.

Dennoch ist es eine echte Herausforderung, ein ruheloses Baby zu haben. Der permanente Schlafmangel wirkt sich auf Deine Gesundheit aus. Wer dauerhaft zu wenig schläft, der hat eine geringere Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, ist launisch, gereizt und kann sogar körperliche Beeinträchtigungen wie veränderten Stoffwechsel, Muskelverspannungen etc. spüren.

Ursachen: 9 Gründe, warum Dein Baby nicht schläft

Damit Du und Dein Baby nachts genug Erholungsphasen bekommen, findest Du am besten die Ursachen für Dein schlafloses Kind heraus und behebst diese wenn möglich.

Falsche Erwartungen an den Schlaf des Säuglings

Frisch gebackene Eltern kennen ein Phänomen sehr gut – gefragt und ungefragt prasseln Kommentare und Ratschläge auf sie ein. Gerade der Schlaf des Babys ist eines der Hauptthemen, das die Gemüter zu bewegen scheint. Druck und Erwartung in Bezug auf einen durchschlafenden Säugling führen häufig zu falschen Annahmen.

Zum Beispiel bedeutet „durchschlafen“ von Babys nicht, dass sie acht oder neun Stunden am Stück schlafen. Bei einem drei Monate alten Säugling spricht man von durchschlafen, wenn er / sie fünf Stunden am Stück schläft.

Der Schlaf von Babys ist, genau wie der von Erwachsenen, in verschiedene Phasen unterteilt. Grob strukturiert er sich in Tiefschlaf- und REM-Phasen, die sich im Laufe der Nacht abwechseln. Bei Babys und Kleinkinder sind die sich abwechselnden Phasen viel kürzer und anders verteilt, als bei Erwachsenen. Zwischen Tiefschlaf- und REM-Phasen kommt jeweils ein Moment, in dem der Mensch kurz aufwacht – auch Erwachsene, wir können uns nur nicht daran erinnern. Den Unterschied zwischen einem „gut schlafenden“ und einem ruhelosen Baby macht, ob er / sie an diesem kurzen Wachpunkt wieder selbständig in den Schlaf findet, oder dafür die Hilfe der Eltern benötigt.

REM-Schlaf

Den REM-Schlaf erkennen Außenstehende an folgenden Symptomen:

  • Schnelle Bewegungen der Augen hinter den Lidern
  • Unregelmäßiger, rascher Herzschlag
  • Ungleichmäßige, schnelle Atmung
  • Muskelzuckungen

In der REM-Phase träumt der Betroffene, das Gehirn ist äußerst aktiv. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich in dieser Zeit wichtige Gehirnstrukturen entwickeln. Deshalb ist es auch nicht weiter erstaunlich, dass Babys anders schlafen als Erwachsene – ihr Gehirn muss sich erst ausbilden.

Neugeborene fallen zuerst in den REM-Schlaf, während ältere Kinder und Erwachsene mit dem erholsamen, ruhigen Tiefschlaf starten. Über den gesamten Schlafzeitraum befinden sich Neugeborene rund 50 Prozent im REM-Schlaf, Kleinkinder etwa ein Drittel und Volljährige rund Dreiviertel der Zeit.

Ist Dein Baby eine Frühgeburt, dann wird es sogar bis zu 80 Prozent der Schlafphase im REM-Schlaf verbringen. Aus dem REM-Schlaf erwacht man leicht und schnell.

Tiefschlaf

Der Tiefschlaf, aus dem man nur schwer aufwacht, setzt sich aus vier Stufen zusammen. Diese sind erst bei Babys ab dem sechsten Lebensmonat voll ausgeprägt. Somit sind die Kleinen eigentlich erst ab etwa einem halben Jahr überhaupt in der Lage dazu, durchzuschlafen.

Insgesamt schlafen Neugeborene durchschnittlich 14,5 Stunden pro 24 Stunden.

Darunter gibt es Babys, die nur zum Trinken aufwachen und ansonsten beinahe 20 Stunden am Tag träumend verbringen. Andere brauchen von Anfang an nicht mehr als 11 Stunden Auszeit. Dabei schlafen Neugeborene normalerweise kaum mehr als drei bis vier Stunden am Stück.

Ein erster Tag-/Nachtrhythmus stellt sich meist erst nach circa 6 Wochen ein. Dann werden die Schlafphasen in der Nacht etwas länger als am Tag.

Vielleicht hilft Dir bereits die Erkenntnis, dass mit Deinem Kind alles in Ordnung ist, auch wenn es nicht durchschläft, um gelassener und entspannter mit der Situation umzugehen.

Der Alltag ist zu hektisch

Je jünger Dein Baby ist, desto mehr Ruhe und Struktur braucht es. Für Säuglinge sind alle Eindrücke neu. Sie nehmen diese ungefiltert auf. Zu viele Unternehmungen, Besucher, Farben und neue Klänge können das Baby überreizen. Das Problem ist, dass sich das Baby nicht ausreichend selbst vor der Flut an Eindrücken schützen kann. Es wird nicht einfach die Augen schließen, wenn es überfordert ist. Als Folge dessen findet es nur noch schwer zur Ruhe.

Das Schlaffenster wird übersehen

Bei Neugeborenen gibt es etwa alle 90 Minuten eine Phase, in der sie einschlafen können.

Anzeichen, dass Dein Baby müde ist:

  • Gähnen
  • Starrer Blick
  • Augen reiben
  • Weniger Bewegung
  • Grimassenschneiden und Stirnrunzeln
  • Quengeln und Weinen

Wenn Du Dein Kind in dieser Phase nicht in sein Bettchen legst, dann produziert der kleine Körper Stresshormone, die es vom Schlafen abhalten.

Ein Mangel an körperlicher Nähe

Je kleiner Dein Baby, desto mehr sehnt es sich nach Deiner Wärme, Deinem Geruch und Deiner Stimme. In einer völlig neuen Welt bist Du der einzige Fixpunkt, den es kennt und bei dem es sich sicher und geborgen fühlt. Kein Wunder, dass Dein Säugling am liebsten 24 Stunden in Deiner Nähe verbringen will. Das kann anstrengend sein und überfordern.

Dennoch ist es ein völlig natürlicher Schutzmechanismus, der die Babys in früheren Zeiten beispielsweise vor Fressfeinden bewahrt hat.

Aus diesem Grund wachen sie nachts häufiger auf – sie wollen sich vergewissern, dass die Bezugspersonen da sind und es im Notfall beschützen können. Mit Deinem Baby ist also nicht nur nichts falsch, es hat im Gegenteil einen gesunden Überlebensinstinkt.

Säuglinge begreifen erst etwa ab dem 10. Monat, dass Personen und Gegenstände auch noch da sind, wenn sie diese nicht im Blickfeld haben. Man spricht dann von der „Objektpermanenz“.

Falls Dein Baby von Anfang an alleine im eigenen Zimmer schläft, dann kann es eventuell aus Angst und Unsicherheit schlecht ein- und durchschlafen.

Der Moro-Reflex weckt Dein Baby

Gesunde Babys verfügen über den sogenannten Moro-Reflex, der seit Urzeiten dem Überleben in Gefahrensituationen dient. Er wird beispielsweise durch einen Schrecken ausgelöst. Der Säugling reagiert dadurch, dass es die Arme und Beine mit einem Ruck streckt und die Finger spreizt. Durch diese Bewegungsabfolge, die als Moro-Reflex bezeichnet wird, können sich Babys und auch verschiedene Säugetierarten bei Gefahr blitzschnell an der Mutter festklammern.

Dieser Reflex stammt vermutlich noch aus einer sehr frühen Entwicklungsstufe des Menschen, die sie mit den Affen gemein haben. Wenn sie im Schlaf das Fell der Mutter losgelassen hätten, wären sie gefallen und es wäre überlebensnotwendig, sich reflexartig wieder festzuhalten.

Eigentlich also ein weiterer gesunder Reflx, würden die Zuckungen die Kleinen nicht häufig wecken. Der Reflex löst unter anderem aus, wenn Babys von der REM- in die Tiefschlafphase wechseln. Dadurch, dass sie an diesem Punkt sowieso leichter erwachen, kann das ruckartige Strecken der Extremitäten das Baby aus dem Traumland reißen.

Der Biorhythmus mischt sich ein

Falls Dein Baby sehr, sehr lange zum Einschlafen braucht, nachts stundenlang wach liegt oder extrem früh aufwacht, dann könnte ein ungünstiger Rhythmus verantwortlich sein. Schon bei kleinen Babys gibt es Nachtschwärmer und Frühaufsteher. Es ist möglich, dass Du Deinen Nachwuchs zu bald ins Bett bringst oder tagsüber zu lange schlafen lässt und dadurch die Schlafprobleme ausgelöst werden.

Leider funktioniert der Trick, das Baby viel später ins Bett zu bringen, damit es morgens entsprechend länger schläft, in der Regel nicht!

Der Schlafplatz für das Baby ist nicht optimal

Möglicherweise irritiert die Schlafumgebung Dein Baby. So spannend wie beispielsweise ein Mobile tagsüber ist, so ablenkend kann es zu Ruhezeiten sein.

Licht hat ebenfalls einen entscheidenden Einfluss auf den Schlaf-/Wachrhythmus. Das schlaffördernde Hormon Melatonin wird mit einsetzender Dunkelheit vermehrt ausgestoßen. Bei Babys und Kleinkindern fallen zwar auch tagsüber und bei Licht in einen gesunden Tiefschlaf, dennoch hilft eine lichtarme Umgebung zur Ruhe zu finden.

Zigarettenrauch im Kinder- oder Schlafzimmer kann ebenso zu Schlafstörungen führen wie Zugluft oder zu niedrige bzw. hohe Temperaturen.

Ein Entwicklungsschub raubt den Schlaf

Im ersten Lebensjahr des Babys kommt es Dir vielleicht so vor, als jage ein Entwicklungsschub den nächsten. Bis Dein Kind 14 Monate alt ist, macht es normalerweise acht Schübe durch. Diese finden ungefähr in speziellen Zeitabschnitten statt.

Wann hat mein Baby einen Wachstumsschub?

  1. Entwicklungsschub: 5. Woche
  2. Entwicklungsschub: 8. Woche
  3. Entwicklungsschub: 12. Woche
  4. Entwicklungsschub: 19. Woche
  5. Entwicklungsschub: 26. Woche
  6. Entwicklungsschub: 37. Woche
  7. Entwicklungsschub: 46. Woche
  8. Entwicklungsschub: 55. Woche

Wenn Du wissen willst, woran man die Schübe merkt und was man dagegen machen kann, lies Dir unbedingt meinen Artikel über die Wachstumsschübe beim Baby durch.

Ein Entwicklungsschub kann mit vermehrter Unruhe, Quengeln und Schlafstörungen einhergehen. Ist die Phase allerdings überstanden, hat das Kind neue Fähigkeiten gewonnen.

Gesundheitliche Probleme aus Auslöser

Der gestörte Schlaf kann auch körperliche Ursachen haben. Wenn die ersten Zähnchen kommen, ist das oft mit Schmerzen verbunden, die den Schlaf rauben.

Erkältungen und Infektionen führen ebenfalls zu wachen Nächten. Diese Ursachen sind kurzfristiger Natur, es gibt allerdings auch organische Probleme, die dauerhaft Rastlosigkeit verursachen.

Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten bringen Unwohlsein und gegebenenfalls eine rege Darmtätigkeit mit sich.

Geburtstraumata und Fehllagen im Mutterleib können Blockaden in Gelenken und Wirbel auslösen. Dadurch entstehen starke Schmerzen. Das Baby schreit oft und schrill, ohne dass es sich beruhigen lässt. Kinder, die unter Dreimonats-Koliken beziehungsweise Regulationsstörungen leiden, zeigen ähnliche Symptome. Sie finden schwer in den Schlaf, weil sie sich nur unzureichend selbst beruhigen können.

Ich empfehle Dir, meinen Artikel über die 3-Monats-Koliken zu lesen, um zu verstehen, was da eigentlich wirklich mit Deinem Baby passiert.

Organische Ursachen kommen nur selten vor. Du solltest die Schlafstörungen aber auf jeden Fall mit Deiner Hebamme oder dem Kinderarzt besprechen, um gesundheitliche Auslöser auszuschließen beziehungsweise zu behandeln.

„Hilfe, mein Baby schläft nicht“: 6 Tipps gegen die Schlafprobleme Deines Babys

Dein Baby schläft schlecht ein?

Jetzt kennen wir die möglichen Auslöser für einen gestörten Säuglingsschlaf. Was kannst Du dafür tun, dass Dein Baby nun sanft einschläft und ruhig durchschlafen kann?

Schaffe Struktur im Alltag

Gerade mit einem neuen Familienmitglied muss sich erst ein Rhythmus entwickeln. Dennoch ist es sinnvoll von Anfang an auf Struktur zu achten. Das Baby erkennt Rituale als Fixpunkte im Alltag. Es kann sich dadurch darauf einstellen, was als Nächstes kommt.

Abläufe sollten immer in möglichst der gleichen Reihenfolge stattfinden. So kannst Du beispielsweise täglich nach dem Frühstück einen Spaziergang mit dem Baby machen oder nach dem Mittagsschlaf Freunde besuchen. Zwischendurch planst Du immer wieder Verschnaufpausen ein. Versuche den späten Nachmittag und die Abendstunden möglichst ruhig und in gewohnter Umgebung zu gestalten. Achte auf Reizauslöser wie grelle Farben, auffällige Muster, Radio- und Fernsehgeräusche und reduziere diese soweit möglich. Es reicht bei Säuglingen ein Lieblingsspielzeug, das sie erkunden können. Zu viele Teddybären und Schmusetücher überfordern das Kind schnell.

Insbesondere am Abend sind Rituale wichtig, damit der Nachwuchs erkennt, dass Schlafenszeit ist. Manche Eltern wollen dann zum Beispiel ihr Baby baden. Hier einige Beispiele, was Du vor dem Zubettgehen zusammen mit dem Baby machen kannst.

Ideen für Abendroutine:

  • Ruhiges Spielen
  • Baden und Waschen
  • Babymassage
  • Schlafanzug und Schlafsack
  • Monotones Singen, Vorlesen
  • Ruhige Spieluhr mit sanften Tönen, die langsam ausklingen
  • Gute Nacht Kuss

Ideal ist es, wenn Du mit dem Ritual anfängst, bevor das Baby müde wird. Wenn das Schlaffenster bereits erreicht ist, der Nachwuchs gähnt und quengelt, dann ist es oft besser, auf das Bad oder das Vorlesen zu verzichten und lieber direkt ins Bett zu gehen. Konsequenz ist entscheidend, damit Dein Baby die Struktur erkennen kann.

Pucken gegen den Moro-Reflex

Wenn Du den Eindruck hast, dass plötzliche Zuckungen der Arme und Beine Dein Kind regelmäßig vom Schlafen abhalten, dann versuche es mit Pucken. Dabei handelt es sich um eine Wickeltechnik, bei der das Baby von der Schulter abwärts fest in ein Tuch geschlagen wird. Schreibabys und ruhelose Säuglinge lassen sich damit beruhigen, weil der Moro-Reflex nicht auslösen kann.

Wenn Du diese Technik versuchen willst, dann lass Dir unbedingt von Deiner Hebamme oder einem anderen Profi zeigen, wie Du das Baby puckst. Es ist wichtig, ein dünnes Tuch zu verwenden, damit es nicht zu einer Überhitzung kommt. Alternativ gibt es Pucksäcke, bei denen sich die Beinchen frei bewegen können. Kinderärzte empfehlen diese gerne, weil die Hüftgelenke sich darin unbehindert entwickeln können.

Sorge für die perfekte Schlafstätte

Die Hauptschlafstätte des Kindes ist das Bett. Kindersitze und Wippen sind nicht für lange Schlafzyklen konzipiert. Eine Studie der Universität Bristol ergab, dass Säuglinge unter zwei Monaten erheblichen Gefahren wie Sauerstoffunterversorgung ausgesetzt sind, wenn sie länger im Autositz schlafen.

In Bezug auf das Kinderbett gibt es drei Optionen, die Du praktiziert kannst:

  • Familienbett oder Co-Sleeping im Beistellbett
  • Eigenes Babybett im Elternschlafzimmer
  • Schlafen im eigenen Kinderzimmer

Wer sich die Evolutionsgeschichte oder das Verhalten von Naturvölkern anschaut, der wird schnell feststellen, dass es am natürlichsten ist, wenn Babys direkt bei den Eltern schlafen. In Kulturen, in denen Familienbett praktiziert wird, schlafen Säuglinge angeblich besser. Wobei hier auch oft kein großer Fokus auf das Durchschlafen gelegt wird.

Die Entscheidung, welches Schlafmodell bevorzugt wird, triffst Du mit Deinem Partner gemeinsam. Ihr müsst Euch als Familie mit der Variante wohlfühlen.

Wer das Baby mit ins elterliche Bett nimmt, der sollte folgende Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Regeln für Eltern, die mit Baby im gleichen Bett schlafen:

  • Die Eltern dürfen keinen Alkohol trinken, keine Drogen konsumieren und nicht Rauchen
  • Die Temperatur im Schlafzimmer sollte zwischen 16 und 18 Grad Celsius liegen
  • Das Baby sollte nicht in Ritzen oder unter die Daunendecke rutschen können
  • Die Schlafstätte darf kein Wasserbett sein

Unabhängig, ob Familienbett oder nicht, haben Kopfkissen, Decken und Kuscheltiere im Schlafbereich des Babys nichts verloren.

Das Beistellbett ist die richtige Alternative zum Familienbett, wenn Du Angst hast, Dein Baby nachts zu gefährden, es aber dennoch in Deiner Nähe wissen willst. Du kannst es direkt an Deine Matratze schieben und nachts mit Deinem Baby kommunizieren.

Viele Eltern lassen ihr Baby auch im eignen Bettchen schlafen, stellen dieses aber ins Eltern-Schlafzimmer. Auf diese Weise bekommst Du schnell mit, wenn Dein Baby dich braucht. Einige Paare fühlen sich dagegen durch das Baby im Schlafzimmer gestört und bevorzugen ein separates Kinderzimmer.

Wichtig bei einem eigenen Babybett ist, dass dieses nicht zu groß ist. Das Baby sollte Begrenzung fühlen können. Wenn das Baby weint, dann beruhige es immer, auch wenn das bedeutet, dass Du aufstehen und ins Kinderzimmer gehen musst. Im Fall eines eigenen Kinderzimmers ist ein Babyphon ratsam, damit Du sofort hörst, wenn das Kind schreit.

Passe den Schlafrhythmus an

Wenn Dein Baby bereits einige Monate alt ist und nachts schlecht schläft, dann kannst Du versuchen tagsüber die Schlafenszeiten zu ändern. Der Rhythmus des Säuglings verändert sich im ersten Lebensjahr, sodass es von mehrmals täglich nur noch etwa zwei Nickerchen hält. Wenn Du es tagsüber zu oft schlafen legst, dann ist es abends vielleicht einfach nicht müde.

Beobachte das Baby über mehrere Tage und versuche Veränderungen. Manchmal zeigen sich bereits Erfolge, wenn Du es abends einfach eine halbe Stunde später oder früher ins Bett bringst.

Schlaftraining ist keine Lösung

Verzweifelten Eltern werden oft Schlaftrainings wie die Ferber-Methode nahegelegt. Im deutschen Sprachraum ist dieser Ansatz durch das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ von Annette Kast-Zahn und Hartmut Morgenroth weit verbreitet.

Beim sogenannten „Ferbern“ wird das müde Kind allein in sein Bett gelegt. Anschließend verabschieden sich die Eltern und verlassen den Raum. Schreit das Baby, wird in vorgegebenen Zeiträumen versucht, es durch Berührung und Zuspruch zu beruhigen. Das Kind darf nicht aus dem Bettchen genommen werden. Die Abstände zwischen den Kontaktaufnahmen werden ausgedehnt, bis das Kind nicht mehr weint und selbstständig schläft.

Das hört sich im ersten Augenblick verlockend an. Ich rate Dir dringend von ominösen Schlaftrainings ab. Das Baby braucht Dich und Deine Nähe. Der scheinbare Erfolg dieser Methode liegt darin begründet, dass Dein Kind aufhört, Dich als Schutzperson zu erkennen. Es erfährt, dass verzweifeltes Schreien und Weinen keine Hilfe bringen. Du nimmst Deinem Baby mit solchen Methoden jedes Mittel, um nach Liebe und Unterstützung zu suchen – sprechen kann es schließlich noch nicht.

Irgendwann schläft Dein Baby dann vermeintlich ein. Experten meinen aber viel eher, dass das kleine Gehirn irgendwann „abschaltet“, weil die Stresshormone und die Panik ohne Hilfe der Bezugsperson zu groß sind.

Gelassenheit und Ruhe

Auch, wenn die Lage schwierig ist, versuche jederzeit liebevoll und ruhig zu bleiben. Suche Unterstützung beim Partner, den Großeltern, Freunden, Bekannten oder staatlichen Stellen. Egal, wie gereizt Du bist, nimm niemals ein schreiendes Kind und schüttle oder schlage es, dies kann zu lebensgefährlichen Verletzungen führen.

Im Notfall sorgst Du dafür, dass das brüllende Baby sicher liegt. Du verlässt für ein paar Sekunden oder Minuten das Zimmer und atmest tief durch. Danach gehst Du wieder zu Deinem Kind und beruhigst es.

Du kannst Deinem Baby zwar beim Schlafen helfen, es wird allerdings immer wieder schwierige Nächte geben. Diese gehören zum Elternsein dazu, sie vergehen aber auch mit steigendem Alter des Kindes. Denn tatsächlich ist es so, dass jedes gesunde Kind ganz natürlich früher oder später schlafen lernt.


Video: Erfahrungen mit Tipps und Tricks für Babys Schaf

Kurze Zusammenfassung, mit welchen Erfahrungen das Baby von Laila Maria Witt besser einschläft und sogar durchschläft:

  1. Tagesroutine
  2. Ausschlafen lassen
  3. Auspowern lassen
  4. Ruhige Abende (1,5h vor dem Schlafen)
  5. Routine beim Zu-Bett-Gehen
  6. Zeit einplanen für das Einschlafen
  7. Schlafanzug
  8. Gute Nacht wünschen und aussprechen
  9. Stillen (Einschlafstillen)
  10. Baby in Ruhe lassen, wenn es wach wird
  11. Kein Licht anmachen nachts
  12. Nur windeln, wenn nötig

Quellen:

  • https://www.wellcome-online.de/ueber-uns/presse/downloads/Pampers_wellcome_Schlaf-Studie_final_2018.pdf
  • https://psydok.psycharchives.de/jspui/bitstream/20.500.11780/2110/1/43.19949_2_37580.pdf_new.pdf

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Baby schläft nicht: Hilfreiche Tipps für besseren Schlaf


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Hi, ich bin Hanna (32), Mutter eines kleinen Jungen und Ehefrau. Seit meiner Schwangerschaft habe ich mir viel Wissen über Schwangerschaft, Muttersein, Familie und Erziehung angeeignet. Dieses Wissen teile ich gern umsonst. Aktuell reise ich mit meiner Familie durch die Welt und führe ein Leben als "Digitale Mom".Hier erfährst Du mehr über mich.

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